Mitgliederbereich

Passworthilfe

Presseerklärungen der GEW BERLIN 2018

Beschäftigten-Vertretungen der Kita-Eigenbetriebe schlagen Alarm: Entlastung und Unterstützung sind dringend notwendig!

Mit einer Resolution an die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres und den Berliner Finanzse-nator Matthias Kollatz haben die Frauenvertreterinnen, Personalräte sowie die Schwerbehinder-tenvertretungen der öffentlichen Berliner Kitas auf die hohen Belastungen der Beschäftigten hin-gewiesen und sofortige Lösungen gefordert.

Die Politik hat viele Zusagen in den letzten Jahren gemacht, allerdings werden diese jetzt nicht eingehalten. Es fehlen nicht nur zahlreiche Kitaplät-ze, sondern auch das Fachpersonal. Die Beschäftigten in den Kitas müssen die Folgen der Kitakrise ausbaden: Immer mehr Kinder, hohe Anforderungen an die Qualität unserer Arbeit und das mit einer viel zu dünnen Personaldecke. Die Grenze der Belastbarkeit ist seit Jahren überschritten“, erklärte Silke Wenzel, Personalrätin vom Eigenbetrieb City und verwies auf das Schreiben der Be-schäftigtenvertretungen der Kita-Eigenbetriebe.

Die Beschäftigten-Vertretungen fordern eine sofortige Entspannung der Personalsituation und eine Verbesserung der Gebäudeinfrastruktur. Die Räumlichkeiten sind in vielen Fällen unzu-reichend. Zu den personellen Verbesserungen gehören mehr Zeit für Anleitung sowie Vor- und Nachbereitungszeit. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz muss deutlich verbessert werden, um die Folgen der anhaltenden Belastungssituation abzumildern. Neben der Gewinnung von neuen Fach-kräften müssen diejenigen, die bereits in den Kitas arbeiten, Wertschätzung und Entlastung erfah-ren. Langjährige Berufstätigkeit von pädagogischen Fachkräften bei anderen Trägern ist anzuer-kennen und Kita-Leitungen dürfen bei Nichterfüllung der Platzzahlen nicht herabgruppiert werden.

Personalratsvorsitzende Birgit Prenzlow kritisiert zudem die zunehmenden Einsparungen von be-triebseigenem hauswirtschaftlichen Personal: „Allzu oft müssen Erzieher*innen inzwischen zu-sätzlich hauswirtschaftliche Aufgaben übernehmen. Das gehört weder zu dem Aufgabenprofil von Erzieher*innen noch ist es in dem ohnehin engen Kita-Alltag umzusetzen. Es bedarf mehr Köch*innen, Wäscher*innen, Reinigungskräften und Haustechniker*innen für die Kitas. Dann könnte sich das pädagogische Personal mehr um die Kinder und die Anleitung von Quereinstei-ger*innen kümmern und müsste z. B. keine Wäsche- und Reinigungsarbeiten durchführen. Die aktuellen Pläne der Politik führen zu noch mehr Belastung der pädagogischen Fachkräfte. Und das in einer jetzt schon extrem herausfordernden Arbeitssituation.“

Das Schreiben der Beschäftigtenvertretungen der Berliner Kita-Eigenbetriebe wird von den Ge-werkschaften ver.di Berlin und GEW BERLIN unterstützt.

Ansprechpartnerinnen:
Christiane Weißhoff (Personalratsvorsitzende Eigenbetrieb City – 0171 20002763)
Silke Wenzel (Personalrätin Eigenbetrieb City – 030 902986143)
Cem Erkisi (Personalrat Eigenbetrieb SüdOst – 0177 3775747) 

Resolution der Beschäftigten-Vertretungen der Kita-Eigenbetriebe
( pdf | 1496,18 KB)