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Presseerklärungen der GEW BERLIN 2019

GEW BERLIN ruft Sozial- und Erziehungsdienst zum Streik auf

Der Geschäftsführende Landesvorstand der GEW BERLIN ruft für Dienstag, den 29. Januar 2019 alle Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes in den Kita-Eigenbetrieben, an den staatlichen Schulen, beim Pestalozzi-Fröbel-Haus und in den Bezirksämtern des Landes Berlin zum halbtägigen Warnstreik auf.

„Wir haben uns dazu entschlossen, in dieser Tarifrunde den Auftakt zu machen und schon früh zum Streik aufzurufen“, betonte Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN. „Die Erzieher*innen in den Kitas und Grundschulen haben dies eingefordert. Sie wollen ein Ausrufezeichen setzen, da sie befürchten, bei dieser bundesweiten Tarifrunde vergessen zu werden. Ebenso ergeht es unseren Kolleginnen und Kollegen in den Jugendämtern und Regionalen Sozialen Diensten“, unterstrich Siebernik. Sie wies auf die besondere Rolle der Berliner Erzieher*innen hin, die im Tarifvertrag der Länder (TV-L) deutlich weniger verdienen als ihre Kolleg*innen in den anderen Bundesländern, die nach dem kommunalen TVöD bezahlt werden.

Die GEW BERLIN hofft auf das Verständnis aller vom Warnstreik betroffenen Kinder und ihrer Eltern und bedankt sich für die große Solidarität vieler Eltern. „Wir würden uns sehr freuen, auch am 29. Januar wieder viele Eltern bei unserer Kundgebung begrüßen zu können“, betonte Siebernik. „Denn eines ist klar: Nur mit einem besseren Gehalt wird es der Stadt gelingen, ausreichend gut qualifizierte Erzieher*innen zu gewinnen“, so die Vorsitzende der GEW BERLIN.

Wir möchten Sie herzlich einladen, unsere Kundgebung zu begleiten:

Dienstag, den 29. Januar 2019, um 9 Uhr,
auf dem Dorothea-Schlegel-Platz am S-Bahnhof Friedrichstraße.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte im Gesamtvolumen von 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem fordern wir die Angleichung der Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an die der Kommunen. Zum Verhandlungsauftakt am 21. Januar haben die Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Forderungen der Gewerkschaften abgelehnt.

Mit rund 13.000 Beschäftigten arbeitet die Hälfte der bundesweit unter den TV-L fallenden Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes im Land Berlin.