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Presseerklärungen der GEW BERLIN 2019

GEW BERLIN ruft Angestellte für den 13. Februar zum Warnstreik auf

Die GEW BERLIN ruft Angestellte an Schulen, Kitas, Hochschulen und Jugendämtern des Landes Berlin für Mittwoch, den 13. Februar zum ganztägigen Warnstreik auf. Der Streikaufruf betrifft alle Beschäftigten der Kita-Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Universitäten und Hochschulen (außer HTW), des Lette Vereins, des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, der Bezirksämter sowie alle sonstigen im Land Berlin Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des TV-L fallen. Mit dem gemeinsamen Warnstreik wollen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes GEW, ver.di, GdP und IG BAU ihren Forderungen nach einer Erhöhung der Tabellenentgelte von 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten, Nachdruck verleihen. Die GEW BERLIN setzt sich zudem ganz besonders für die Angleichung der Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an die der Kommunen ein.

Alle Beschäftigten sind aufgerufen, sich am 13. Februar um 10 Uhr auf dem Alexanderplatz zu versammeln. Von dort wird sich ein Demonstrationszug in Richtung Brandenburger Tor bewegen.

Wir waren am 29. Januar bereits mit über 2.500 Kolleg*innen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst auf der Straße und haben deutlich gemacht, dass die Erzieher*innen bei dieser Tarifrunde nicht vergessen werden dürfen. Nachdem die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde gestern kein Angebot vorgelegt haben, müssen wir den Druck erhöhen. Jetzt sind alle gefordert!“, erklärte Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN.

Die GEW BERLIN ruft nun auch erstmals in dieser Tarifrunde die über 17.000 angestellten Lehrkräfte zum Streik. Sie sind die größte Beschäftigtengruppe, die in Berlin unter den Tarifvertrag der Länder fällt. An den Schulen wird Unterricht nur mit großen Einschränkungen stattfinden können. Zahlreiche Schulen und Kitas werden voraussichtlich komplett geschlossen bleiben. Die Einrichtungen sind aber verpflichtet, eine Notbetreuung zu gewährleisten. Die GEW-Vorsitzende warb bei den Kindern und ihren Eltern um Verständnis: „Von einer Aufwertung der Bildungsberufe profitieren alle. Nur mit einem besseren Gehalt wird es der Stadt gelingen, ausreichend gut qualifizierte Pädagog*innen zu gewinnen“, sagte Siebernik.

Berlin leidet unter einem sich immer weiter verschärfenden Mangel an Lehrkräften und Erzieher*innen“, betonte auch Udo Mertens, Tarifvorstand der GEW BERLIN und Mitglied der Verhandlungskommission. „In den letzten Monaten wird intensiv darüber diskutiert, wie der Lehrberuf attraktiver gemacht werden kann. In dieser Tarifrunde hat das Land nun die Möglichkeit, die Gehälter der angestellten Lehrkräfte auch im Vergleich zu den Beamten aufzubessern und etwas für die Attraktivität des Lehrer*innenberufs zu tun.“ Eine ordentliche Entgelterhöhung würde gerade Berlin helfen, da die Hauptstadt im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern seine Lehrkräfte nicht verbeamtet. „Der Berliner Finanzsenator hat es als Verhandlungsführer der Arbeitgeber selbst in der Hand, substanziell etwas gegen die Bildungsmisere in Berlin zu tun“, so Mertens weiter.