Mitgliederbereich

Passworthilfe

Presseerklärungen der GEW BERLIN 2019

GEW BERLIN erhöht mit zweitägigem Warnstreik den Druck

Die GEW BERLIN ruft Angestellte an Schulen, Kitas, Hochschulen und Jugendämtern des Landes Berlin zu einem zweitägigen Warnstreik vom Dienstag, den 26. Februar bis Mittwoch, 27. Februar auf. Der Streikaufruf betrifft alle Beschäftigten der Kita-Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Universitäten und Hochschulen (außer HTW), des Lette Vereins, des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, der Bezirksämter sowie alle sonstigen im Land Berlin Beschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder (TV-L) fallen.

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 21. Januar 2019 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TV-L. In zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. „Am 29. Januar und am 13. Februar 2019 haben wir mit zwei kraftvollen Streiks hier in Berlin unseren Forderungen Nachdruck verliehen. Da uns die Arbeitgeber bisher jedoch kein Entgegenkommen signalisieren, müssen wir vor der nächsten und vielleicht letzten Verhandlungsrunde den Druck erhöhen“, erklärte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Doreen Siebernik. „Wir wollen zeigen, wie ernst es die Kolleg*innen mit ihren Forderungen meinen. In dieser Runde werden wir den Berliner Finanzsenator nicht aus der Verantwortung lassen“, ergänzte Siebernik.

Dass wir hier in Berlin nun schon zum dritten und vierten Warnstreik rufen, sollte niemanden verwundern“, betonte Udo Mertens, Tarifvorstand und Mitglied der Verhandlungskommission. „Denn die Einkommen der Berliner Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen liegen deutlich unter denen der vergleichbaren Beschäftigten im Rest Deutschlands. Auch die mehr als 17.000 tarifbeschäftigten Berliner Lehrkräfte erwarten völlig zu Recht deutliche Verbesserungen“, unterstrich Mertens.

Die GEW fordert gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes eine Erhöhung der Tabellenentgelte von 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die GEW BERLIN setzt sich zudem ganz besonders für die Angleichung der Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an die der Kommunen ein.

Alle Beschäftigten sind am 26. Februar aufgerufen, sich um 10 Uhr auf dem Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz vor dem Nordbahnhof zu versammeln. Von dort wird sich ein Demonstrationszug in Richtung Bebelplatz bewegen.

Am 27. Februar treffen sich die Beschäftigten um 10 Uhr auf dem Potsdamer-Platz, von wo es zum Alexanderplatz gehen wird. An beiden Tagen finden zuvor Aktionen in den Bezirken statt.