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Presseerklärungen der GEW BERLIN 2019

Neues Schuljahr startet holprig wie lange nicht

Der Start des neuen Schuljahres in Berlin lief bei Weitem nicht so glatt, wie von der Bildungsverwaltung dargestellt. Nach einer ersten Auswertung einer GEW-internen Abfrage bei Schulen und Personalräten sind noch immer fast 200 Lehrkräftestellen nicht besetzt. Zudem ist der Anteil an Quereinsteiger*innen in den einzelnen Bezirken ähnlich ungleich verteilt, wie im letzten Jahr. Die Spannweite reicht von 37 Prozent in Charlottenburg-Wilmersdorf (2018: 34 Prozent) bis 70 Prozent in Spandau (2018: 72 Prozent).

„Die Situation ist dramatisch – aus der Bildungsverwaltung hören wir jedoch nur Beschönigungen. Lösungsvorschläge vermissen wir.“ sagte Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN.

Zugespitzt wird die Lage durch neueste Meldungen, wonach in zwei Jahren 25.000 Schulplätze fehlen werden. „Noch auf der Pressekonferenz zum Schuljahresstart Ende vergangener Woche war hiervon keine Rede. Die Bildungsverwaltung betreibt Informationspolitik als Salamitaktik.“ warf Co-Vorsitzende Doreen Siebernik der Bildungssenatorin vor „Es müssen jetzt alle Daten, Zahlen und Fakten auf den Tisch. Nur wenn alle Beteiligten transparent informiert werden, können wir gemeinsam Lösungen für die Berliner Schulkrise finden. Wenn Sandra Scheeres nicht endlich handelt, sind noch größere Klassen, weniger Unterricht für die Schüler*innen und weitere Belastungen für die Pädadagog*innen die unausweichliche Konsequenz.“

Die Berliner GEW-Vorsitzenden unterstützten die Forderung des Landeselternausschusses nach einem Krisengipfel. „Rot-Rot-Grün muss gemeinsam Verantwortung für Berlins Schulen übernehmen. Der Regierende Bürgermeister muss das Thema auf die nächste Sitzung des Senats nehmen.“