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Studentische Beschäftigte

Erstes Gespräch mit den Hochschulen am 20.07.16

Letzte Aktualisierung: 10.08.2016

Erstes Tarifgespräch mit KAV und Hochschulen am 20. Juli 2016 macht deutlich:

Wir müssen mehr werden! Erst dann geht’s los mit Verhandlungen

Wer war dabei:
Die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV), Frau Pfeiffer (koordiniert die Gespräche für die Seite der Hochschulen), Frau Dr. Gutheil (Kanzlerin der TU), Herrn Dannenberg (ständiger Vertreter der Kanzlerin der FU), Frau Kalms (ASH-Verwaltung, für die Fachhochschulen)
Von uns: Franziska (HU) und Christian (TU), die Sprecher*innen der Tarif-Ini, Matthias Neis (ver.di) und Matthias Jähne (GEW)

Wie erwartet, war es erst mal ein vorsichtiges Abklopfen, was die jeweils andere Seite sich vorstellen kann. Interessant war, dass die Hochschulseite uns als erstes explizit nach dem Stand unserer gewerkschaftlichen Organisierung gefragt hat. Mit aktuell etwa 330 neuen GEW / ver.di-Mitgliedern seit April sind wir auf einem guten Weg – es reicht aber noch nicht aus, um stark genug für Tarifverhandlungen zu sein.

Wir haben klar gemacht, dass unsere Befragung Anfang 2016 mit mehr als 2000 Teilnehmenden eindeutig die Erwartungen der studentischen Beschäftigten an einen neuen Tarifvertrag gezeigt hat: Eine Lohnerhöhung, deren dynamische Anpassung an die Tarife im öffentlichen Dienst und eine Jahressonderzahlung stehen dabei im Vordergrund.
Die Arbeitgeberseite sieht, dass es Handlungsbedarf gibt, hat aber auch auf die nötige Abstimmung unter allen Hochschulen hingewiesen, was nicht leicht werden wird. Letztlich geht es um Geld. Wir waren uns mit den Arbeitgebern einig, dass wir weiter einen einheitlichen Tarifvertrag für alle Berliner Hochschulen wollen.

Ziel ist es, im Wintersemester 16/17 so stark zu sein, um die Hochschulen zu Tarifverhandlungen aufzufordern. Das muss gelingen, damit die Hochschulen die nötige Finanzierung von Tariferhöhungen in die Hochschulvertragsverhandlungen mit dem dann neuen Berliner Senat einbringen können.
Fazit: Nettes Gespräch; Bereitschaft zu Tarifverhandlungen ist da, aber Geschenke sind keine zu erwarten; los geht’s deshalb, wenn wir stark genug sind. Jetzt Gewerkschaftsmitglied werden und neue Mitglieder gewinnen.

Macht mit, organisiert euch gewerkschaftlich, kommt zu unseren Treffen und sprecht eure Kolleg*innen an.

Mehr unter http://tvstud.berlin/ und auf Facebook unter fb.com/tvstud.berlin


Neue Kampagne für den Tarifvertrag studentische Beschäftigte

Letzte Aktualisierung: 10.08.2016

Ansprechpartner/in bei Rückfragen: Matthias Jähne, wissenschaft@gew-berlin.de, Tel. (030) 219993-59

2000 Teilnehmer*innen an Umfrage für einen neuen TV Stud

Die GEW-ver.di-Tarifvertragsinitiative hat die Ergebnisse der Befragung am 25. April 2016 auf einer Pressekonferenz und bei einer Veranstaltung der studentischen Beschäftigten in der HU vorgestellt. Über 2000 studentische Beschäftigte hatten sich an der Umfrage beteiligt.
Die Presseerklärung und die Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse findet hier hier:
https://www.gew-berlin.de/14443_15048.php

Über den aktuellen Stand und alle Termine und News könnt ihr euch laufend informieren auf facebook: fb.com/tvstud.berlin
und im Netz unter http://www.tvstud.berlin 

Die Tarif-Initiative (Aktiven-Gruppe) trifft sich im Sommer am

Mittwoch, 17. August 2016  um 16:00 Uhr im GEW-Haus, Ahornstr. 5, 10787 Berlin
Freitag, 9. September 2016 um 16:00 Uhr bei ver.di (die genauen Räume auf der tvstud.berlin-Seite!)

Alle interessierten studentischen Beschäftigten sind herzlich willkommen!

Worum geht es?

Der aktuelle Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen ist seit über zehn Jahren nicht mehr verändert worden. Seit 2001 gab es keine Gehaltserhöhung mehr. Das „Weihnachtsgeld“ wurde 2004 von den Hochschulen gestrichen. Der Tarifvertrag ist bisher nicht an die Bachelor-Master-Studienstruktur angepasst.

Zuletzt haben GEW und ver.di im Jahr 2011 in Verhandlungen mit den Berliner Hochschulen versucht, Verbesserungen im TV Stud durchzusetzen. Die Tarifverhandlungen mussten leider ergebnislos abgebrochen werden, da wir am Ende nicht den nötigen Druck erzeugen konnten. Gute Tarifergebnisse werden eben nicht in erster Linie am Verhandlungstisch erzielt, sondern müssen durch die Beschäftigten erkämpft werden. Alles zur Tarifauseinandersetzung 2011 findet ihr hier.

Im Herbst letzten Jahres (2015) haben sich deshalb aktive Studierende aus zahlreichen Hochschulen mit GEW und ver.di zusammengefunden, um eine neue Kampagne für einen verbesserten Tarifvertrag studentische Beschäftigte zu starten.

Eine solche Kampagne steht und fällt mit der Bereitschaft der studentischen Beschäftigten sich aktiv einzubringen und gewerkschaftlich zu organisieren.

Mailingliste der Aktivengruppe TVStud:
Ihr könnt euch in die Liste selbst eintragen. Dafür muss man nur eine leere Mail schicken an: ak.tv-stud-intern-subscribe@lists.verdi.de

Dann bekommt ihr alle Termine und Infos direkt über die Liste.


Informationen zum Tarifvertrag für studentische Beschäftigte an den Berliner Hochschulen

Tarifverhandlungen Studentische Beschäftigte 2011

Nach der Verhandlungsrunde am 14. Juni 2011 wurde ausgelotet, ob die Hochschulen sich doch noch bewegen können und bereit sind, über eine Anpassung der Stundenvergütung zu verhandeln. Allerdings bleiben die Hochschulen bei ihrem „Angebot“ vom 14. Juni 2011.

Die Stellungnahmen der Gewerkschaften GEW BERLIN und ver.di finden Sie hier.

Studie zu studentischen Beschäftigten in Berlin

Die Auswertung der online-Umfrage unter studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen von 2006 ist jetzt als Broschüre veröffentlicht.

Die Situation studentischer Beschäftigter an Berliner Hochschulen
Berlin, 10/2007
74 Seiten

 

Studentische Beschäftigte II (TV Stud II)

GEW BERLIN (Hrsg.):

Der Berliner Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
TV Stud II in der Fasung vom 01.01.2003

3. überarbeitete Auflage
Berlin, 09/2013
27 Seiten

Hier findet ihr links zum Thema Jobben und Studium.

students at work - Beratung des DGB für erwerbstätige Studierende

Warum GEW-Mitglied werden?

Auseinandersetzungen um Tarifverträge bedeuten auch Konflikte. Fragen entstehen, wo vorher alles Paletti war.

Wo gibt es Antworten?

  • Eher selten bei den Hochschulen als Arbeitgeber. Bei fachkundigen Anwälten nur gegen Bezahlung. Also ruft man die Gewerkschaft an. Doch Gewerkschaften finanzieren sich ausschließlich aus den Beiträgen ihrer Mitglieder, so dass kostenlose Rechtsberatung nur für Mitglieder in Frage kommen kann. Nach dem Rechtsberatungsgesetz dürfen die Gewerkschaften auch nur ihre Mitglieder beraten.
  • Nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten Tarifverträge unmittelbar und zwingend. Der Tarifvertrag für studentische Beschäftigte gilt nur für Mitglieder von GEW und ver.di. Das verwundert? Natürlich wenden die Hochschulen i.d.R. bei allen studentischen Arbeitsverhältnissen den Tarifvertrag an. Kommt es allerdings zu Streitigkeiten um Arbeitszeit, Vertragsverlängerung, Eingruppierung usw. können nur Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Anspruch erfolgreich (notfalls vor Gericht) durchsetzen! „Dann trete ich schnell noch ein.“ Hilft leider nicht, wenn der Konflikt schon eingetreten ist!
  • Nur die Gewerkschaftsmitglieder entscheiden, ob ein Verhandlungsergebnis angenommen wird oder nicht. Nur sie können auch an Urabstimmungen und Streiks teilnehmen und erhalten dafür Streikgeld bei Lohnausfall.
  • Übrigens:
    Auch diese Internetseite wurde aus Mitgliedsbeiträgen finanziert.
  • ...und nicht vergessen:
    Es waren und sind die gewerkschaftlich organisierten studentischen Beschäftigte, die auch diesen Tarifvertrag erkämpft haben - durch den Tutorenstreik 1986.
  • Aber: Die Gewerkschaften sind eben doch nur so stark wie ihre Mitglieder!

Worauf wartet ihr noch?

Der monatliche Mitgliedsbeitrag für Studierende und studentische Beschäftigte beträgt in der GEW einheitlich nur 2,50 €.

Eure Ansprechpartner in der GEW BERLIN:

  • Dr. Rainer Hansel
  • Leitung Vorstandsbereich Hochschulen und Lehrer*innenbildung
  • Telefon: 030 / 219993-52
    Telefax: 030 / 219993-50
    E-Mail: rainer.hansel@gew-berlin.de
  • Matthias Jähne
  • Referent Vorstandsbereich Hochschulen und Lehrer*innenbildung
  • Telefon: 030 / 219993-59
    Telefax: 030 / 219993-50
    E-Mail: matthias.jaehne@gew-berlin.de
    Telefonsprechzeiten tägl. 13.00 bis 16.00 Uhr, Fr. bis 15.00 Uhr

    .

Personalräte der studentischen Beschäftigten:

  • Freie Universität Berlin - Personalrat studentische Beschäftigte
  • Rudeloffweg 25-27
    14195 Berlin
    Tel.: 030 / 838-54111
    Email: prstudb@fu-berlin.de
    http://www.fu-berlin.de/pstudb 
  • Humboldt-Universität zu Berlin - Personalrat studentische Beschäftigte
  • Ziegelstr. 13 c
    10117 Berlin
    Postfach: (Post: Unter den Linden 6, 10099 Berlin)
    Tel.: 030 / 2093-2607
    Fax: 2093-2941
    Email: prstudb@cms.hu-berlin.de
    https://gremien.hu-berlin.de/de/prstudb       
  • Technische Universität Berlin - Personalrat studentische Beschäftigte
  • Straße des 17. Juni 135
    10623 Berlin
    Tel.: 030 / 314-21724/-22351
    Email: prsb@tu-berlin.de
    Raum H 1501 Sprechzeiten Mo - Fr 10:00 - 12:00 Uhr 

Studentische Beschäftigte an den Berliner Hochschulen

An den Berliner Hochschulen arbeiten z. Z. etwa 6.000 Tutorinnen und Tutoren sowie weitere studentische Beschäftigte. Sie unterstützen seit Jahren die wissenschaftlichen und künstlerischen Dienstkräfte in Forschung und Lehre und tragen durch ihre Unterrichts-, Beratungs- und Betreuungstätigkeit dazu bei, dass Lehre und Studium überhaupt noch funktionieren. In Berlin sind die Arbeitsverhältnisse der studentischen Beschäftigten an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen durch einen Tarifvertrag geregelt, der erstmals 1979 zwischen den Gewerkschaften ÖTV und GEW und dem Arbeitgeberverband VAdÖD auf Druck der studentischen Beschäftigten abgeschlossen wurde.
Der Tarifvertrag für studentische Beschäftigte wurde 1979 möglich, nachdem in den späten 60er und frühen 70er Jahren das Tutorienmodell in Berlin – bundesweit vorbildlich – ausgebaut wurde. Zuerst waren Tutorinnen und Tutoren wesentlicher Bestandteil der Studienreform, später stützten sie den Ausbau der Berliner Universitäten und sorgten mit dafür, dass das Studieren auch an der so genannten Massenuniversität effektiv blieb. Heute haben sich unter den enormen Kürzungen und Veränderungen an den Hochschulen die Verhältnisse umgekehrt. Der Tarifvertrag sichert inzwischen die Fundamente des Berliner Tutorienmodells.
Der Vorteil des Tarifvertrages ist u. a., dass er gleiche und verlässliche Arbeitsbedingungen und –standards für die studentischen Beschäftigten an allen Berliner Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen garantiert. Damit bietet er die Rahmenbedingungen für eine hohe Qualität und Kontinuität der Arbeit studentischer Beschäftigter.
Ob es sich um Orientierungsveranstaltungen für Erstsemester, um Tutorien, Praktika, Übungen und Projekte für Studierende oder selbstorganisierte Projektwerkstätten und Projekttutorien handelt: die von studentischen Beschäftigten durchgeführten Veranstaltungen werden von den Studierenden häufig als die Sinnvollsten und Effektivsten beschrieben. Von ihnen gehen darüber hinaus Impulse für eine Reform von Lehre und Studium aus. So genannte Schlüsselqualifikationen, wie Teamfähigkeit, selbstständiges und interdisziplinäres Denken und Handeln, soziale Kompetenz und Umgang mit Medien werden gerade in Tutorien erlernt und erprobt.
Mit der Einführung der neuen Studiengänge (BA / MA) hat der Bedarf an Beratung, Betreuung und Orientierung der Studierenden enorm zugenommen. Gerade Tutorien sind hier verstärkt gefragt. Ohne sie werden die Reformprozesse nicht gelingen.