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Passworthilfe

Arbeitsbelastung der Lehrkräfte

Viele Berliner Lehrkräfte haben am 6. Dezember nach einem Aufruf der GEW BERLIN vor der Senatsbildungsverwaltung für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Unter dem Motto „Arbeitszeit runter! Bildungsqualität rauf!” haben wir Bildungssenatorin Scheeres zu einer Reduzierung der Arbeitsbelastung aufgefordert. Unsere Forderungen, wie die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung, haben wir bereits in mehreren Briefen der Senatorin gegenüber deutlich gemacht – reagiert hat Frau Scheeres bisher nicht. Nun haben wir vor ihrer Haustür lautstark deutlich gemacht, dass sich etwas ändern muss. Unsere Aktion kann aber nur ein Auftakt sein. Die Arbeitsbelastung muss sinken, damit die Bildungsqualität steigen kann!

Unsere Forderungen an Frau Scheeres haben wir in einer Online-Petition zusammengefasst.
Unterstütze auch du unsere Forderungen und unterzeichne jetzt:
„Gute Schule braucht Zeit“

Letzte Aktualisierung: 24.11.2017

Mit dem heutigen Tag starten wir die Online-Petition „Gute Schule braucht Zeit!“ im Rahmen unserer Aktion „Arbeitszeit runter – Bildungsqualität rauf!“

Seit Jahren hat unsere Arbeitsbelastung stetig zugenommen. Dieses Thema verbindet uns alle und ist ein Schwerpunkt der politischen Arbeit der GEW BERLIN. Die in der Online-Petition enthaltenen Forderungen sind ein Ergebnis dieser Arbeit.

Selbstverständlich liegen unsere Forderungen längst auch bei Bildungssenatorin Sandra Scheeres auf dem Schreibtisch. Bislang unbeantwortet. Deshalb wollen wir mit einer Online-Petition den Druck erhöhen. Wir wollen zeigen, dass die immer größer werdende Arbeitsbelastung ein Thema ist, das uns alle betrifft!

Die Erledigung aller beruflichen Aufgaben verbunden mit dem Qualitätsanspruch an die eigene Arbeit ist eine ständige Gratwanderung. Unter den immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen der Berliner Schule gelingt sie immer schwerer. Das führt zu einem Qualitätsverlust in der Bildung. Wir sagen deutlich: Die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte ist zu hoch!

Bitte unterstütze unsere Online-Petition! Informiere Deine Kolleginnen und Kollegen! Teile diese Nachricht oder den Link zur Petition. Ganz sicher unterstützen auch viele Eltern unsere Forderungen, wenn sie informiert sind.

https://www.openpetition.de/petition/online/gute-schule-braucht-zeit

 

 Johanna-Eck-Schule in Tempelhof-Schöneberg

Arbeitsbelastung runter! Bildungsqualität rauf!

Über 80 Lehrkräfte aus den GEW-Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Kreuzberg-Friedrichshain haben vor der Senatsbildungsverwaltung auf die große Arbeitsbelastung an Berliner Schulen aufmerksam gemacht. Die regionale Protestaktion fand unter dem Motto „Arbeitsbelastung runter! Bildungsqualität rauf!“ statt.

Die Anwesenden gingen in das Foyer der Senatsbildungsverwaltung und überreichten an die Pförtner eine Sammlung unserer Beschlüsse, da der Referatsleiter nicht bereit war, sich der Diskussion mit den Beschäftigten zu stellen.

Auf der Straße vor der Senatsbildungsverwaltung stimmten die anwesenden Expert*innen über die Forderungen der GEW ab:

• Minus 3 Stunden Pflichtstunden, jedes Jahr eine Stunde weniger, in fünf Jahren als Ziel 21 Pflichtstunden für alle Lehrkräfte
• Abschaffung der zusätzlichen Präsenztage
• Entlastung der Teilzeitkräfte

„Die Arbeitsbedingungen in der Berliner Schule haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert, während die Aufgaben immer umfangreicher geworden sind“, erklärte Thomas Schmidt aus der GEW-Bezirksleitung Tempelhof-Schöneberg. Neue pädagogische Herausforderungen wie die Inklusion und die Integration der vielen Geflüchteten müssten bei einem Mangel an Fachkräften und übervollen Klassen bewältigt werden – und das mit einer immer größeren Unterrichtsverpflichtung, bemängelte Schmidt.

„Wir möchten Senatorin Sandra Scheeres an ihr im Koalitionsvertrag formuliertes Ziel erinnern, die Überlastung der Lehrkräfte deutlich zu reduzieren. Wir rufen die Senatorin auf, mit der GEW BERLIN in eine Diskussion zu treten, wie die Arbeitsbedingungen in den Schulen verbessert werden können“, sagte Schmidt.

„Der Druck auf die Lehrkräfte ist riesig. Nicht nur in den heute beteiligten Bezirken, sondern in der ganzen Stadt“, bemerkte Heike Zeisig, Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN. „Heute ziehen die Kolleg*innen aus Tempelhof-Schöneberg und Kreuzberg-Friedrichshain zur Senatsverwaltung. Wenn sich die Lage nicht bessert, könnten es bald deutlich mehr sein“, so Zeisig.

Die GEW BERLIN fordert den Berliner Senat auf, effektive Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Lehrer*innenberufs zu diskutieren. Dazu gehören die Entlastung von Teilzeitbeschäftigten, die Reduzierung der Pflichtstundenzahl, die Abschaffung der zusätzlichen Präsenztage und die Gewährleistung lebensphasenorientierter und familiengerechter Arbeitsbedingungen.

Ein erster Schritt wäre die Einbeziehung von Kolleg*innen aus der Praxis in der Arbeitsgruppe „Lehrerarbeit“ in der Senatsverwaltung.

Teltow-Grundschule in Tempelhof-Schöneberg 

Pflichtstundenzahl senken! Arbeitsbelastung reduzieren! Arbeitsbedingungen aktiv gestalten!

Die Belastung von Lehrkräften nimmt immer weiter zu. In Berliner Schulen wurde die Pflichtstundenzahl erhöht, gleichzeitig wurden unzählige neue Aufgaben angehäuft. Und so wird es weitergehen: Die Arbeitsverdichtung wird sich vor dem Hintergrund des riesigen Fachkräftemangels in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Die GEW BERLIN will dies nicht hinnehmen und wird ihren Einsatz in den Arbeitsfeldern Arbeitszeit und Arbeitsbelastung zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen.

Wir wollen die Diskussion zu den Kolleg*innen in die Schulen und auch in die Öffentlichkeit tragen. Denn da gehört sie hin. Konkrete Aktionen werden bereits geplant und wir werden euch an dieser Stelle über alle weitere Aktivitäten informieren.

Unsere Forderungen zur Reduzierung von Arbeitszeit und Arbeitsbelastung haben wir auf dieser Seite für euch zusammengestellt.

Scharmützelsee-Grundschule in Tempelhof/Schöneberg 

Aktuelles

Letzte Aktualisierung: 22.06.2017

Beschluss des Bezirkslehrerausschusses Tempelhof-Schöneberg zum Entwurf der Fortbildungsverordnung
( pdf | 25,25 KB)

Beschluss des Bezirkslehrerausschusses Tempelhof-Schöneberg zur Reduzierung des Stundendeputats
( pdf | 439,43 KB)

Beschlüsse der GEW BERLIN zur Arbeitszeit und Arbeitsbelastung von Lehrkräften

LDV-Beschluss Dezember 2016: Arbeitszeitverkürzung und Reduzierung der Arbeitsbelastung von Lehrkräften
( pdf | 100,52 KB)

LDV-Beschluss Juni 2016: Arbeitszeitverkürzung und Reduzierung der Arbeitsbelastung von Lehrkräften
( pdf | 92,63 KB)

LDV-Beschluss Juni 2016: Gestaltung der Arbeitszeit teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte
( pdf | 103,83 KB)

LDV-Beschluss November 2014: Arbeitsbelastungen in der Berliner Schule verringern
( pdf | 110,70 KB)

LDV-Beschluss Juni 2014: Gegen die Arbeitszeiterhöhung durch die Streichung der AZK-Tage und die Einführung weiterer Präsenztage durch die Senatsbildungsverwaltung
( pdf | 28,67 KB)

Materialien zur Teilzeit

Musterbrief Entlastungsstunden
( pdf | 87,59 KB)

Muster-Gesamtkonferenzbeschluss
( pdf | 107,70 KB)

Musterantwort zur Frage des Einsatzes teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte
( pdf | 210,17 KB)

SenBJF-Empfehlungen für den Einsatz teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte
( pdf | 1210,73 KB)

Gesamtkonferenzbeschluss zur Arbeitszeit von Lehrkräften unter Berücksichtigung von Teilzeitbeschäftigung
( pdf | 1322,46 KB)

Funktionsstellen in Teilzeit - Denkanstöße
( pdf | 286,77 KB)

Materialien zur Arbeitsbelastung der Lehrkräfte

Chronologie:Entwicklung der Arbeitszeit der Lehrkräfte in Berlin seit 2003
( pdf | 76,18 KB)

Bestehende Arbeitszeitregelungen für Lehrkräfte und ihre Änderungsmöglichkeiten (Material zum Fachtag "Arbeitzeit der Lehrkräfte" der GEW BERLIN vom 21.04.2017)
( pdf | 304,99 KB)

Studie zur Arbeitsbelastung an niedersächsischen Schulen 2016

Niedersächsische Arbeitszeitstudie der Lehrkräfte 2015/16: 50.000 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche an Gymnasien - Teilzeit-Lehrkräfte an allen Schulformen benachteiligt
( pdf | 79,55 KB)

GEW stellt Studie zur Belastung von Lehrkräften vor: Hoch motiviert trotz schlechter Arbeitsbedingungen
( pdf | 204,34 KB)

Handout zur Presseerklärung zur Arbeitsbelastungsstudie an niedersächsischen Schulen 2016
( pdf | 2600,78 KB)

Inklusion, Ganztagsschule, Vera 3, LAL, Vera 8, BBR, Präsenztage in den Ferien. Der Senat erhöhte in den Jahren 2000 und 2003 die Unterrichtsverpflichtung. Die Ganztagschule erleben KollegInnen nur als eine Verlängerung ihrer Arbeitszeit und können ihren pädagogischen Ansprüchen kaum gerecht werden, weil sie an anderer Stelle zu wenig entlastet werden.

In den vergangenen Jahren haben sich viele KollegInnen mit "Überlastungsanzeigen" gegen ihre Belastung gewehrt. Im Juni 2013 beklagten die ErzieherInnen, dass sie zum Teil bis zu 40 Kinder gleichzeitig in zu kleinen oder auch gar nicht dafür vorgesehenen Räumen betreuen. Unzureichender Lärmschutz und zu wenig Personal, welches im Krankheitsfall auch nicht vertreten wird, verschärfen die Situation. Der Arbeitgeber verweist das Problem aber an die jeweiligen Schulleitungen zurück. Zu viele KollegInnen arbeiten permanent über der Belastungsgrenze. Das hat negative Auswirkungen auf die Qualität ihrer Arbeit.
Bei über 1100 dauerhaft kranken Lehrkräften und überlasteten ErzieherInnen muss der Senat endlich für alternsgerechte Arbeitsbedingungen sorgen! Denn die Arbeitsbedingungen der PädagogInnen sind die Lernbedingungen der SchülerInnen.

GEW stellt Studie zur Belastung von Lehrkräften vor: Hoch motiviert trotz schlechter Arbeitsbedingungen
( pdf | 204,34 KB)

Arbeitsentlastung an der Schule - Möglichkeiten der Gesamtkonferenz

In der Schule ist es notwendig, dass man sich gemeinsam über grundsätzliche Regelungen verständigt, die die Arbeit für alle transparenter und strukturierter gestalten.
Ein Ort, an dem diese „Grundsätze“ ausgearbeitet...

Broschüre "Arbeitsqualität aus Sicht von Lehrerinnen und Lehrern"

GEW Hauptvorstand (Hrsg.)

Tatjana Fuchs / Falko Trischler:

Arbeitsqualität aus Sicht von Lehrerinnen und Lehrern
Ergebnisse aus der Erhebung zum DGB-Index Gute Arbeit

Frankfurt/Main, 01/2009
80 Seiten