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Mete-Ekşi-Preis 2009

Das Kuratorium des Mete-Eksi-Fonds, das aus der ehemaligen Berliner Ausländerbeauftragten Frau Prof. Barbara John, der Projektleiterin von „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ Frau Sanem Kleff, dem Publizisten Eberhard Seidel, dem Journalisten Halil Can und dem Mitglied des Bundesvorstands der GEW Norbert Hocke besteht, hat beschlossen, den Mete-Eksi-Preis 2009 an folgende Projekte zu vergeben:

Der mit € 2.000,- dotierte 1. Preis wird der Berliner Tanzgruppe Team SelaXion verliehen.

Die Streetdance-Gruppe hat in Jahren über den Tanz hinaus eine starke Gemeinschaft und einen familiären Zusammenhalt gebildet, der auch jenseits des Trainings gepflegt wird. Die Jugendlichen vieler Nationalitäten haben sich entschieden nicht mehr „herumzulungern“, sondern hart zu trainieren, zusammenzuhalten, für einander da zu sein und auf ein Ziel hin zu arbeiten. Das Kuratorium ist beeindruckt von der Leistung des Trainers/Initiators der Gruppe, der eine ähnliche Geschichte wie die Jugendlichen hat und von der guten Teamarbeit mit dem Jugendclub Reinickendorf. Außerdem ist das Kuratorium begeistert, dass die Jugendlichen aus eigener Kraft so gut und konstant geworden sind, dass sie diverse Meisterschaften (Berliner und Deutsche) gewonnen haben.

Der mit € 1.000,- dotierte 2. Preis geht an die Klasse 2-BG-07.01 der Ernst-Litfaß-Schule.

Die Auszubildenden Alina, Sophie, Viktoria, Patricia und Maxi werden für ihre Initiative ausgezeichnet, sich über den eigenen Tellerrand hinaus mit Diskriminierung, Rassismus und Gewalt auseinander zu setzen. Sie behalten ihre Ideen nicht für sich, sondern tragen sie z.B. in Form des durch und durch selbst produzierten Comics weiter, um andere aufzuklären.

Eine besondere Anerkennung wird dem FC Internationale Berlin e.V. ausgesprochen.

Der Berliner Fußballclub wird für seine erfolgreiche Jugendarbeit im Ganzen ausgezeichnet. Im Vereinsalltag geht es um mehr als Fußball: Über den Sport werden Integration, Miteinander und Teamgeist vermittelt. In Projekten wird speziell an Themen wie Gewalt, Diskriminierung und Sucht, was als Gewalt gegen sich selbst betrachtet werden kann, gearbeitet.

Der Mete-Eksi-Fonds e.V. wurde 1992 von der GEW BERLIN und dem Türkischen Elternverein Berlin-Brandenburg e.V. gegründet, um jährlich einen Preis an Kinder und Jugendliche zu vergeben, die sich in besonderem Maße um das friedliche Zusammenleben von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft in Berlin bemüht haben. Der Preis erinnert an Mete Eksi, der am 13. November 1991 im Alter von 19 Jahren an den Folgen einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, in die er schlichtend eingreifen wollte, starb.

Seit seiner Gründung hat sich der Mete-Eksi-Preis zu einer festen Einrichtung in Berlin entwickelt. Mittlerweile sind mehr als 75 Kinder- und Jugendgruppen ausgezeichnet worden. Wir freuen uns über das anhaltende Interesse an dem Preis und die kontinuierliche Unterstützung des Fonds u.a. durch LehrerInnen, ErzieherInnen, politisch Verantwortliche und die Medien. Ganz besonders freut uns natürlich das Interesse der engagierten Kinder und Jugendlichen.

Canan Durlanik
Norbert Gundacker