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Gegen Weiterführung von Teach First

23.05.2012

Landesdelegiertenversammlung vom 22./23.05.2012

Die Landesdelegiertenversammlung der GEW BERLIN lehnt nach wie vor die Weiterführung des Teach First Projektes durch die Senatsbildungsverwaltung als Privatisierung im Bildungsbereich und als einen Einstieg in Leiharbeitsverträge im Schulbereich ab. Die Erfahrungen aus anderen Staaten zeigen, dass die "Teach-First-Fellows" später für Leitungsfunktionen an Schulen und in der Schulverwaltung vorgesehen sind. Wir wenden uns gegen die Ideologie, dass man Betriebswirte aus Wirtschaftsunternehmen für die Leitung von Schulen für qualifizierter hält, als Menschen, die die Schulpraxis kennen.

Auch wenn künftig die TFB-Kräfte nicht mehr aus PKB-Mitteln bezahlt werden sollten, handelt es sich um öffentliche Finanzmittel aus dem Bildungsetat, die für die Einstellung vollständig ausgebildeter PädagogInnen besser zu verwenden sind.

Die GEW BERLIN hat Zweifel an der Zusage der Senatsverwaltung, dass TF-Fellows keinen eigenverantwortlichen Unterricht erteilen würden, weil der Text des Vertrags mit TFB genau dies vereinbart.

Die GEW BERLIN fordert die vollständige Offenlegung des Textes des Arbeitsvertrags zwischen TFB und Fellows und die schriftliche Beantwortung der Frage nach der Höhe der Nebenkosten und Sozialabgaben.