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Kinder-, Jugendhilfe und Sozialarbeit

Den Ganztag vor dem Kollaps retten

Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und Betreuer*innen fordern ein Umsteuern.

Am 26. Januar hat die GEW BERLIN in der Otto-Wels-Grundschule ihre Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Ganztag vorgestellt. Den Journalist*innen erläuterte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Martina Regulin, unter welch schwierigen Bedingungen die wichtige Arbeit der Erzieher*innen im Ganztag geleistet wird. Sie kritisierte besonders die andauernde Überlastung der Kolleg*innen durch den Personalmangel und den offiziellen Personalschlüssel von 1:22.

Kernforderungen der GEW sind daher die Senkung des gesetzlich festgeschriebenen Personalschlüssels auf 1:15, eine personelle Ausstattung für Ausfallzeiten, einen Anstieg an freigestellten Erzieher*innen mit Leitungsfunktion, eine verlässliche Ausstattung mit Verfügungszeiten, eine Zunahme an Räumen unterschiedlichster Zweckbestimmung und die Zahlung der Brennpunktzulage für alle Beschäftigten an den betroffenen Schulen.

Insgesamt ergibt sich nach Berechnungen der GEW BERLIN ein Mehrbedarf von circa 1.900 Erzieher*innen (Vollzeiteinheiten VZE) für die Berliner Ganztagsschulen. Um dies zu erreichen, braucht es einen transparenten Stufenplan sowie den Ausbau der Ausbildungskapazitäten. Es müssten zusätzlich auch Anstrengungen unternommen werden, damit auch die Ausbildung zur*zum Erzieher*in attraktiver wird.

Um mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Bedingungen im Ganztag zu schaffen, arbeitet die GEW an einer Kampagne zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und plant entsprechende Aktionen.

Kontakt
Markus Hanisch
Geschäftsführer und Pressesprecher