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Tarifvertrag Gesundheitsschutz

GEW streikt weiter für einen Tarifvertrag für kleinere Klassen

Knapp 2.500 Lehrkräfte haben heute zum sechsten Mal für einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz gestreikt.

Knapp 2500 Streikende bildeteten am 25.11. den Demonstrationszug vom Nordbahnhof bis zum Brandenburger Tor. Foto: GEW BERLIN/C.Bauermeister

Knapp 2.500 Lehrkräfte haben heute zum sechsten Mal für einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz gestreikt. Mit einem Tarifvertrag will die GEW BERLIN das zahlenmäßige Verhältnis von Schüler*innen zu Lehrkräften und damit die Klassengröße an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen verbindlich regeln. „Tausenden Lehrkräfte legen wieder und wieder ihre Arbeit nieder, weil die Arbeitsbedingungen an den Berliner Schulen krank machen. Wir brauchen kleinere Klassen. Der Tarifvertrag ist unser Hebel für Entlastung!“, sagte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Martina Regulin, auf der Kundgebung am Brandenburger Tor.

Die Argumentation des Senats, die GEW-Forderungen seien angesichts des Lehrkräftemangels „unrealistisch“, wollte die Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik, Anne Albers, nicht gelten lassen. „Hätte die Koalition ihr Versprechen gehalten und wie vereinbart ab 2018 jedes Jahr 2.000 Lehrkräfte ausgebildet, hätten wir zum neuen Schuljahr grob gerechnet rund 6.600 Lehrkräfte mehr. Unsere Forderung nach kleineren Klassen könnte problemlos erfüllt werden!“, unterstrich Albers.

Damit kleinere Klassen endlich Realität werden, soll ein Tarifvertrag für die bisher fehlende Verbindlichkeit sorgen. Auch die Eltern haben sich aus diesem Grund mit den Forderungen der GEW BERLIN solidarisiert. Am morgigen Samstag ruft die GEW BERLIN gemeinsam mit dem Bündnis „Schule muss anders“ zur Demo für mehr Personal und mehr Räume auf.

Die Solidarität von Eltern und Schüler*innen zeigt, wie sehr sich unsere Stadtgesellschaft bessere Bedingungen in den Schulen wünscht!“, so Albers. „Jede Partei, die im Februar ins Rote Rathaus einziehen will, muss sich dieser berechtigten Forderung annehmen. Gute Bildung muss endlich Priorität haben“.

Die Demo startete am Nordbahnhof und zog zum Brandenburger Tor. Zum Streik aufgerufen waren die tarifbeschäftigten Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen und Schulpsycholog*innen an den staatlichen Schulen des Landes Berlin, die unter den Geltungsbereich des TV-L fallen. Eine Befragung der GEW BERLIN unter angestellten Lehrkräften hat gezeigt, dass die Klassengröße die wirksamste Stellschraube bei der Senkung der Arbeitsbelastung ist.

 

Kontakt
Anne Albers
Leitung Vorstandsbereich Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik
Telefon:  030 / 219993-31
Kontakt
Udo Mertens
Leitung Vorstandsbereich Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik
Telefon:  030 / 219993-31