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BroschüreUnsere Tipps zum Referendariat

Mit den Neuregelungen ab 2021: Euer Wegweiser durch das Referendariat in Berlin. Ein Muss für alle, die mit dem Referendariat beginnen. Und natürlich auch für alle, die schon drin sind.

20.05.2021

Am 30. Januar 2021 sind eine Reihe von Änderungen zum Referendariat in Kraft getreten, die für alle ab Februar 2021 neu eingestellten Referendar*innen gelten. Worum es geht, findet ihr in unserer für den Referendariatstermin am 29. Juli 2021 neu aufgelegten Broschüre: Alles Wissenswerte rund um das Referendariat in Berlin; von Seminaren über Unterrichtseinsatz bis hin zu den Prüfungen und der Bezahlung. Auch mit den Besonderheiten im berufsbegleitenden Referendariat. Ein Printexemplar könnt ihr auch hier bestellen (lieferbar ab Anfang Juli 2021). In der Broschüre haben wir die Änderungen jeweils mit „Neu ist“ gekennzeichnet.

Für alle, die bereits vor dem 1. Februar 2021 mit ihrem Referendariat begonnen hatten, gelten die bisherigen Regelungen weiter!

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Es gibt nur noch eine Modulprüfung. Sie umfasst Inhalte aus beiden Modulen und ist etwas umfangreicher als bisher. Für Lehramtsanwärter*innen mit Sonderpädagogik gibt es keine gesonderten Module mehr. Sie erhalten im Rahmen der für alle geltenden zwei Module („Unterrichten“ und „Erziehen und Innovieren“) eine vertiefte sonderpädagogische Ausbildung. Damit soll dem Inklusions-Auftrag auch im Referendariat besser entsprochen werden. Die bisherigen speziellen sonderpädagogischen Inhalte bleiben aber für die Lehramtsanwärter*innen mit Sonderpädagogik erhalten.
  • Die Zahl der Unterrichtsbesuche im Grundschullehramt ist endlich abgesenkt worden: von bisher insgesamt 15 auf jetzt 11 in der gesamten Ausbildungszeit. Das hatte die GEW BERLIN von Anfang an gefordert, um die höhere Belastung mit drei Fächern gegenüber den anderen Lehrämtern zu senken.
  • Mit Einverständnis aller Beteiligten können von Unterrichtsbesuchen auch Videoaufnahmen gefertigt werden, die allerdings nicht zur Leistungsbewertung verwendet werden dürfen.
  • Die Gewichtung der einzelnen Bestandteile der Staatsprüfungsnote wird verändert: Die (nur noch eine) Modulprüfung geht mit 30 % (bisher beide Modulprüfungen mit je 20 %), die Ausbildungsnote mit 30 % (bisher 20 %) und die beiden Prüfungsstunden am Ende wie bisher mit je 20 % in das Gesamtergebnis ein. Es bleibt aber dabei, dass die Modulprüfung und die Ausbildungsnote jeweils mit mindestens 4,00 bewertet und damit eigenständig bestanden sein müssen.
  • Auf Antrag können Zeiten einer Unterrichtstätigkeit im Umfang von bis zu 6 Monaten auf das 18-monatige Referendariat angerechnet werden. Über einen solchen Antrag entscheiden die Leiter*innen der Schulpraktischen Seminare „nach dem Ausbildungsstand“. Der Antrag kann also nicht schon vor Beginn des Referendariats gestellt werden. Diese Anrechnungsmöglichkeit gilt allerdings ausdrücklich nicht im berufsbegleitenden Referendariat.
  • Im berufsbegleitenden Referendariat müssen nicht mehr alle Unterrichtsstunden zwingend selbstständiger Unterricht sein, sondern „mindestens acht der 10 Stunden Ausbildungsunterricht“. Das ermöglicht (theoretisch) maximal zwei Stunden Hospitationen und angeleiteten Unterricht im Rahmen der Unterrichtsverpflichtung. Ob das praktisch realisierbar ist, hängt aber von den Gegebenheiten in der Schule ab.
  • Bei einem individuellen Ausbildungsende (z. B. bei Einstellung unter Anrechnung früherer Referendariatszeiten oder nach Elternzeit oder längeren Krankheitszeiten) wird endlich geregelt, dass die Seminare nur bis drei Wochen vor dem Prüfungstermin besucht werden müssen.
  • Die Schulleiter*innen werden verpflichtet, spätestens am Ende des zweiten Ausbildungshalbjahres ein Beratungsgespräch mit ihren Referendar*innen zum Ausbildungsstand zu führen.
  • Nach erfolgreichem Abschluss der Staatsprüfung kann die Schulleitung schon bisher die betreffenden Referendar*innen bis zum offiziellen Ende des Referendariats mit zusätzlichen Stunden beauftragen („im Einvernehmen“ mit den Seminarleiter*innen). Jetzt wird dafür eine maximale Zahl von bis zu 6 Unterrichtsstunden eingeführt (aus Sicht der GEW viel zu hoch!).
  • Bei erstmaligem Nichtbestehen der Staatsprüfung kann die Wiederholungsphase unter Berücksichtigung von Schulferien auch acht statt bisher sechs Monate betragen.