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Über Diskriminierung sprechenDas Beste, was mir passieren konnte

Eine Schülerin berichtet, welchen Eindruck die Nahost-Reise auf sie gemacht hat.

09.11.2020 - von Melisa Başkara

Diese Reise war das Beste, was mir je passieren konnte, denn in diesen acht Tagen habe ich gelernt, erlebt, gesehen und gefühlt. Ich war von Tag eins überzeugt davon, dass diese Reise nur Gutes mit sich bringen würde, jedoch waren Freunde und Familienmitglieder eher skeptisch, mich in so ein »Krisengebiet« zu schicken. Menschen sind voller (Vor-)Urteile. Würde man Menschen in Neukölln fragen, was sie von anderen Religionen halten, hätten einige wohl eine ziemlich kritische Meinung. Doch in Jerusalem war dies ganz und gar nicht der Fall, denn an diesem Ort trafen Weltreligionen aufeinander. Und wir erlebten dieses Miteinander als respektvoll und tolerant und dass Frieden zwischen Israel und Palästina möglich ist. Dann, wenn nicht mehr die Politiker*innen aufeinandertreffen, sondern die Menschen sich gegenseitig begegnen. Diese Menschen, die wir kennenlernen durften, haben meine und die Meinung meiner Mitschüler*innen geändert und unseren Blick auf diesen scheinbar unlösbaren Konflikt noch weiter geöffnet. Durch unsere Reise habe ich gelernt, meinen Horizont zu erweitern und auch mal die Gedanken und Meinungen der gegenüberliegenden Seite zu bedenken. Es sind nun fast sechs Monate vergangen und ich denke jeden Tag daran, wie schön die Zeit war und wie viel wir in nur acht Tagen erlebt haben. Die Erfahrungen, die wir in dieser Zeit gesammelt haben, werden wir immer in unserem Herzen behalten und das kann uns keiner nehmen.