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Berufliche BildungIm Schatten der allgemeinen Bildung

Seit den 70er Jahren gibt es Stimmen in der GEW, die das grundlegende Zusammendenken von allgemeiner und beruflicher Bildung fordern, um somit mehr Chancengleichheit zu erreichen. Ein Plädoyer dafür, dass diese Stimmen wieder lauter werden müssen.

21.01.2021 - von Thomas Isensee

Der damalige GEW-Bundesvorsitzende Erich Frister trat in den 1960er und 1970er Jahren engagiert dafür ein, die Chancengleichheit von Kindern aus sozial benachteiligten Elternhäusern zu verbessern. Er forderte dafür ein grundlegendes neues Bildungsverständnis, in dem die Entscheidung zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung keine Entscheidung für oder gegen einen gesellschaftlichem Aufstieg sein sollte, ja, in dem es gar keiner Entscheidung bedürfe, weil berufliche und allgemeine Bildung ineinandergreifen und gemeinsam wirken sollten.

1973 hat Frister in einem Aufsatz seine gewerkschaftliche gesellschaftspolitische Position zum Verständnis von Bildung umrissen. Dieser Aufsatz aus grauer Vorzeit, die meisten Leser*innen der bbz waren da noch nicht einmal geboren, macht uns deutlich, dass wir in den letzten Jahrzehnten in Richtung eines Verständnisses von Bildung, das allgemeine und berufliche Bildung einschließt, nicht viel vorangekommen sind.

Frister macht in seinem Aufsatz deutlich, dass wir erst, wenn wir die allgemeine Bildung als »Ort der Bevorrechtigung« und die berufliche Bildung als »Stätte der Benachteiligung« begriffen haben, sensibel werden für den »fundamentalen qualitativen Unterschied zwischen der Forderung nach Integration beider Bildungsbereiche und der bloßen Verbesserung der Berufsbildung.«

Die Verbesserung der Berufsbildung laufe demzufolge darauf hinaus, Benachteiligungen zu stabilisieren, wobei es bei der Integration – dem grundlegenden neu Zusammendenken von beruflicher und allgemeiner Bildung – darum gehe, Vorrechte abzubauen und mehr Chancengleichheit, mehr soziale Gerechtigkeit und letztendlich auch mehr demokratische Teilhabe an wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungsprozessen für alle zu erreichen.

Diese von Frister eindrucksvoll formulierte gesellschaftspolitische Perspektive für eine auf soziale Gleichheit ausgerichtete Bildungspolitik haben wir, hat die GEW, im Zuge der Diskussion von Einzelfragen fast aus den Augen verloren. In dieser Schärfe hat das nach Frister kein GEW-Vorstand mehr formuliert.

In der aktuellen sozialwissenschaftlichen Diskussion wird das Thema wieder aufgegriffen. So schreibt beispielsweise der in den Medien hoch gehandelte Soziologe Andreas Reckwitz in seinem 2019 erschienenen Buch »Das Ende der Illusionen«, dass die Gesellschaft in ihrer Funktionsfähigkeit von der Arbeit der sogenannten Geringqualifizierten mindestens genauso abhängig sei wie von der der Hochqualifizierten. Er warnt, der Gesellschaft »stünde eine erhebliche Zerreißprobe bevor, wenn sie auf Dauer den Nichtakademiker*innen in den Routinetätigkeiten und körperlich anspruchsvollen Berufen die ihnen zustehende soziale Anerkennung« verwehre. Reckwitz fordert deswegen »einen neuen Gesellschaftsvertrag«, der die gesellschaftliche Notwendigkeit aller Tätigkeiten anerkennt und soziale Unterschiede abmildert.

Klaus Hurrelmann und Dieter Dohmen vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin fordern andererseits in einem Artikel vom 2. Juli 2020 im Tagesspiegel: »Für Unternehmen mit einer beruflichen Ausbildung sollten Schülerinnen und Schüler mit dem Abitur genauso interessant sein wie für die Hochschulen – und umgekehrt sollten Abiturientinnen und Abiturienten in einer attraktiven beruflichen Ausbildung eine echte Alternative zu einem akademischen Studium sehen.«

Das tun viele junge Menschen schon lange und nutzen das Abitur zum Einstieg in eine qualifizierte Berufsausbildung. Aber in Inhalten und Organisation tragen weder Gymnasien noch Integrierte Sekundarschulen dieser Tatsache Rechnung. Hier muss eine Diskussion beginnen. In diese muss sich auch die GEW stärker einmischen, eine kohärente gewerkschaftliche Position zur Frage der Integration beruflicher und allgemeiner Bildung entwickeln und eine Veränderung der Bildungspolitik und der Ausbildung der Lehrkräfte fordern.  

 

oben erwähnter Aufsatz von Erich Frister 

Integration allgemeiner und beruflicher Bildung als Bestandteil gewerkschaftlicher Politik *

Von Erich Frister 

Es ist nicht so, dass allgemeine Bildung auf die Lebensführung außerhalb des Berufes vorbereitet und die berufliche Bildung auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Allgemeine Bildung ist vielmehr Vorbereitung auf die Wahrnehmung der oberen Funktionen in der Pyramide des Erwerbssystems, während berufliche Bildung für die mittleren und unteren Positionen präpariert. Doch ist damit der funktionale Unterschied nicht ausreichend beschrieben. Außer der Vorbereitung auf Führungspositionen vermittelt allgemeine Bildung, gemessen an den Anforderungen des Arbeitsplatzes, einen Überschuß an Qualifikationen. Dieser Überschuß befähigt im Privaten zu einer erfüllteren Lebensführung durch engagierte Teilhabe an Gesellung und Kultur und im Öffentlichen zur Übernahme von Führungspositionen in der Politik und in den verschiedenen Sphären des gesellschaftlichen Lebens. Berufliche Bildung ist dagegen durch ihre Beschränkung auf am Arbeitsplatz geforderte Qualifikationen gekennzeichnet. Je länger jemand Institutionen der allgemeinen Bildung besucht, desto größer sind seine Chancen, sich auf der Sonnenseite des Lebens anzusiedeln. Dazu kommt die bessere Befähigung, Lebenschancen zu nutzen, sich im gesellschaftlichen Wettbewerb durchzusetzen, in der Politik vornean zu stehen, mit sich selbst, seinen Kindern, Freunden, Nachbarn, Mitbürgern verständiger umzugehen. 

Erst wenn man die allgemeine Bildung als Ort der Bevorrechtigung und die berufliche Bildung als Stätte der Benachteiligung begriffen hat, wird man sensibel für den fundamentalen qualitativen Unterschied zwischen der Forderung nach Integration beider Bildungsbereiche und der bloßen Verbesserung der Berufsbildung. Integration bedeutet Vorrechte abbauen, bloße Reform der Berufsbildung heißt Benachteiligungen stabilisieren. Integration will auch die künftigen ungelernten Arbeiter so ausstatten, dass sie ihre Rollen als Gatten, Eltern, Bürger, Vereins-, Gewerkschafts-, Parteimitglied qualifiziert ausfüllen können. Verbesserung der beruflichen Bildung geht darauf aus, den ungelernten Arbeiter im Arbeitsleben besser und vielseitiger verwendbar zu machen, ohne für seine sonstige Lebensführung anderes als seine Manipulierbarkeit für Konsum und Wahlen im Auge zu haben. 

Unternehmerinteresse und Bildungspolitik 

Warum aber gab es in den Jahren 1969/70 ein Unternehmerinteresse an der Integration? Man glaubte, eine wirkungsvolle Formel zum Abbremsen der Bildungsexpansion der sechziger Jahre gefunden zu haben. Die Alarmrufe vom Bildungsnotstand, Parolen wie „Schick dein Kind länger auf bessere Schulen" und die Aktionen der Bildungswerbung hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Immer mehr Bürger, vor allem aus den mittleren Schichten der Gesellschaft, schickten ihre Kinder auf Gymnasien, Realschulen, berufliche Vollzeitschulen und ließen sie studieren. Diese Expansion der allgemeinen Bildung entsprach dem durch die Veränderung der Arbeitsmarktstruktur entstandenen Bedürfnis nach mehr beruflichen Qualifikationen, die einen höheren Anteil allgemeiner Bildung voraussetzen. Ein Hinweis auf den Rückgang des Anteils der Handarbeiter unter den Arbeitnehmern der Bundesrepublik genügt als Beleg. Noch 1955 gab es auf einen „Weißen-Kragen-Arbeiter" fünf Handarbeiter; jetzt nähern wir uns dem Verhältnis 1:1, das 1975 erreicht sein wird. Die Unternehmer brachten damals unermüdlich zum Ausdruck, die Änderung der Produktionsverfahren innerhalb der Betriebe und Strukturänderungen in der Volkswirtschaft machten es notwendig, für alle Arbeitskräfte mehr Beweglichkeit, Umstellungsfähigkeit, Vielseitigkeit zu fordern, d. h., den Anteil allgemeiner Bildung zu erhöhen. Dies war z. B. entscheidend für die lang umstrittene und verzögerte allgemeine Einführung eines 9. Volksschuljahres. Die Bildungsexpansion der sechziger Jahre sollte aus dieser Sicht die Produktion von Qualifikationen durch das Bildungswesen der veränderten Nachfrage des Arbeitsmarktes anpassen. Verschleiernd nannte man das die Herstellung einer Übereinstimmung zwischen Bildungssystem und gesellschaftlichem Bedarf. 

Gegen Ende der sechziger Jahre zeigte aber die Bildungsexpansion die Tendenz, sich zu verselbständigen und die durch den „gesellschaftlichen Bedarf" gesteckten Grenzen zu überspringen. Die Übergangsquoten auf Gymnasien, Realschulen und berufliche Vollzeitschulen stiegen von Jahr zu Jahr. Das klassische Rekrutierungsfeld der „beruflichen" Ausbildung, die Summe der Volksschulabgänger, verkleinerte sich in den Großstädten der Bundesrepublik auf weniger als 50 vH eines Altersjahrganges. Noch in den fünfziger Jahren betrug das Reservoir für die Lehrlingsausbildung etwa 80 vH eines Jahrgangs. Ein „Numerus clausus" für alle aussichtsreichen Lehrberufe galt als Selbstverständlichkeit, die weder der Rede noch gar irgendeiner Aufregung wert war. Ende der sechziger Jahre aber mehrten sich die Klagen des Handwerks, des Mittelstandes aus Produktion und Handel, dass die gerade für diese Unternehmen so sehr rentablen Lehrstellen unbesetzt blieben und wenn überhaupt, dann nur noch mit Volksschul- oder auch Sonderschulabgängern besetzt werden konnten, deren Leistungs- und Anpassungsfähigkeit unzureichend ist. Die neue Diskrepanz zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt wurde konstatiert. Die Forderung nach der Anpassung des Bildungssystems an den gesellschaftlichen Bedarf bedeutete nun nicht mehr Ausweitung des Gymnasiums und der Hochschulen, sondern Betonung der Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung, Erhöhung der Attraktivität beruflicher Bildung durch Beseitigung der gröbsten Missstände (Berufsbildungsgesetz). Die Expansion sollte gebremst werden, denn die Überqualifikation an allgemeiner Bildung drohte den Produktionsfaktor Arbeit übermäßig zu verteuern, das politisch-wirtschaftliche Mitbestimmungspotential der Arbeitnehmer zu erhöhen und zu einer die privaten Gewinne antastenden Erhöhung der Staatsausgaben zu führen. Da dirigistische Maßnahmen wie Einschränkungen des Ausbaus und Numerus clausus aus verfassungsrechtlichen Gründen nur mehr oder weniger versteckt vorgenommen werden können und im Übermaß angewandt, angesichts der seit der Studentenrevolte veränderten Bewusstseinslage in der Bevölkerung, leicht zu unkontrollierbarer Unruhe führen können, wurde der Versuch der Seelenmassage, der Werbung, der Schlagworte, des Appells an Vorurteile unternommen. Die Abschreckungsformel vom akademischen Proletariat wurde zur gängigen bildungspolitischen Parole. Populär gemacht wurde sie mit dem Appell an massive Vorurteile. Es gäbe 1,2 Millionen Lehrlinge, aber nur 300 000 Studenten, und es sei nun an der Zeit, Geld und Aufmerksamkeit der Mehrheit zuzuwenden. 

Als aber der Bildungsbericht '70 vorlag, zerbrach die Einheitsfront der Integrationsstreiter. Die Bundesregierung zeigte nicht die Absicht, Mechanismen zu konstruieren, die den Strom von den Institutionen allgemeiner Bildung ableiten zu denen der beruflichen Bildung, sondern nahm die Forderung nach der Integration ernst. Alle Schüler sollten künftig mindestens mit dem Niveau eines heutigen mittleren Abschlusses das allgemeine Bildungswesen verlassen, und etwa die Hälfte eines Altersjahrganges sollte künftig das Niveau der Hochschulreife erreichen. Allerdings in einem Bildungssystem, das die Diskriminierung der Praxis gegenüber der Theorie, die Benachteiligung der Anwendungsbezogenheit gegenüber der Zweckfreiheit nicht mehr kennt und damit auch nicht mehr als Instrument der Vorbereitung auf bestimmte soziale Rollen unterschiedlichen Ranges funktioniert. Dieses Konzept einer Gleichwertigkeit von Theorie und Praxis entsprach zwar dem Bedürfnis nach einer Veränderung der speziellen Qualifikationsstruktur, musste aber zu einer Vervielfachung der Zahl derjenigen führen, die zu einer qualifizierten Lebensführung im Privaten, Gesellschaftlichen und Politischen fähig sind. Diese gesellschaftspolitische Dimension rief die Repräsentanten der organisierten Unternehmer sowie ihre politischen und publizistischen Helfer unmittelbar nach Erscheinen des Bildungsberichtes auf den Plan. Trotz des Rückzuges, den die Bundesregierung und die sozialdemokratisch regierten Länder in der Bund-Länder- Kommission etappenweise bis Mitte 1972 angetreten hatten, attackierte der Oppositionsführer Dr. Barzel in seiner Abschlussrede am letzten Tag der Amtszeit des 6. Deutschen Bundestages die damalige Bundesregierung noch einmal wegen des ursprünglichen bildungspolitischen Vorhabens. 

Die neuen Slogans von der Priorität der beruflichen Bildung stellen den aktualisierten Versuch dar, die Ausweitung der allgemeinen Bildung zu bremsen und die Bildungsreform des Potentials der gesellschaftlichen Veränderung zu berauben. Wer Reform der beruflichen Bildung sagt, grenzt berufliche Bildung nach wie vor gegen die Bildung der Führungsschicht, die allgemeine Bildung, ab. Er will es bei dem gesellschaftlichen Status quo, bei dem bestehenden Zustand der Verteilung von Vorrechten und Benachteiligungen belassen. 
(…)
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Gewerkschaften stehen jetzt vor der Frage, ob sie an einer aktiven Bildungspolitik, die auf die Integration von beruflicher und allgemeiner Bildung aus ist, festhalten oder ob sie in das Lager des Unternehmerinteresses einschwenken, das sich mit einer Reform der beruflichen Bildung im Interesse der Stabilisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse zufriedengibt. Eine solche aktive Bildungspolitik ist ohne Einbettung in eine entsprechend aktive Gesellschaftspolitik nicht zu verwirklichen und sie ist auch ohne schwere Konflikte mit den Inhabern der wirtschaftlichen Macht und ihren Verbündeten in Politik und Publizistik nicht durchzusetzen. Ob die Gewerkschaften diesen oder jenen Weg wählen, ist auch eine Frage an das Selbstverständnis der führenden Funktionäre in den Gewerkschaftshäusern und in den Parlamenten. Ihre Bewusstseinslage ist selbstverständlich durch das eigene Erlebnis des Aufstiegs und das der gelungenen Planung der Aufstiegsvorsorge für die eigenen Kinder geprägt, und die Bildungprobleme der Benachteiligten sind nicht so anschaulich, wie die der Tarif- und Sozialpolitik. Integration von allgemeiner und beruflicher Bildung zu fordern, ohne die gesellschaftspolitischen Konsequenzen zu wollen und sich für sie einzusetzen, bedeutet allerdings nicht mehr, als ein wirkungsloses Lippenbekenntnis abzulegen.

Dieses Referat ist 1973 erschienen. Wir haben hier die einleitende Analyse und die Schlussbemerkung aus dem zehnseitigen Manuskript ausgewählt. Den vollständigen Text "Integration allgemeiner und beruflicher Bildung als Bestandteil gewerkschaftlicher Politik" von Erich Frister in: Gewerkschaftliche Monatshefte Jg. 24(1973), H. 3, S. 146 - 155 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung digitalisiert und verfügbar gemacht. „Den Gesamttext erhält man als PDF-Datei, allerdings ist das etwas umständlich. Man gibt in den Browser http://library.fes.de/gmh/suchein.html  und kommt zum Archiv der „Gewerkschaftlichen Monatshefte“. Dort gibt man in die Volltextsuche „Frister Integration“ und kommt zum Frister-Artikel, den man sich dann runterladen kann.“

Die Gewerkschaftlichen Monatshefte waren von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB. Mit dem Online-Debattenmagazin GEGENBLENDE führt der Deutsche Gewerkschaftsbund die Tradition der Gewerkschaftlichen Monatshefte fort. 


Erich Frister
Erich Frister, geboren 1927 wuchs als Pflegekind in Berlin auf. Nach dem Krieg machte er sein Abitur nach, studierte und wurde Grund- und Hauptschullehrer. Er war von 1951 bis 1959 Lehrer an Grund- und Hauptschulen, anschließend Schulrat in Reinickendorf und von 1964 bis 1971 Bezirksstadtrat für Volksbildung in Berlin-Neukölln. Von 1959 bis 1965 Vorsitzender des GEW in Berlin; 1960 Wahl in den Hauptvorstand der GEW-Bundesorganisation, von 1968 bis 1981 Bundesvorsitzender der GEW, damals mit 41 Jahren der jüngste Gewerkschaftsvorsitzende im DGB. Frister war ab 1972 auch Präsident der Internationalen Vereinigung Freier Lehrergewerkschaften. Frister war wesentlich verantwortlich für den Ausschluss des Berliner Landesverbandes der GEW 1977 – ein einmaliger Vorgang in der Gewerkschaftsgeschichte. Der Landesverband hatte sich gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse gewehrt. 1981 stellte sich Frister stellte nicht mehr zur Wiederwahl als GEW-Vorsitzender und ging als Arbeitsdirektor zum gewerkschaftseigenen Konzern Neue Heimat. Erich Frister ist am 30. Oktober 2005 im Alter von 78 Jahren gestorben.