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GewerkschaftNachrufe

16.09.2021

Unser Uli ist gestorben

Als Berufsbildner*innen-Urgestein, Gründungsmitglied der Abteilung Berufsbildende Schulen in der GEW BERLIN und des Personalrats der zentral verwalteten und berufsbildenden Schulen hat er als Vorsitzender des Landesverbandes und der GEW Bund nie die Bande in die Abteilung Berufsbildende Schulen abreißen lassen.

Er war für uns jederzeit als Ratgeber im Hintergrund ansprechbar. Jetzt sind wir zutiefst traurig. Wir werden Uli als politisch umfassend denkenden, aufgeklärten und liebenswerten Menschen in unserer Mitte vermissen und ihm ein ehrenhaftes Andenken in der Abteilung Berufsbildende Schulen bewahren.

Christina Kunze und Herbert Hannebaum, für die Abteilung Berufsbildende Schulen

 

Nachruf Klaus Schacht

Am 17. Juli 2021 verstarb ein Jahr nach seiner Pensionierung Klaus Schacht. Die GEW BERLIN verliert einen aktiven Kollegen und Gewerkschafter.

Klaus war ein engagierter und beliebter Lehrer. Erst am Droste-Hülshoff-Gymnasium und ab 1992 am Arndt-Gymnasium Dahlem mit den Fächern Sport und Biologie. Wie alle Lehrkräfte in dieser Zeit, war er nach dem Examen arbeitslos und natürlich in der GEW.

Seit Anfang der 90er Jahre arbeitete Klaus in Steglitz-Zehlendorf in verschiedenen gewerkschaftlichen Funktionen. Nachdem er in den Personalrat in seinem Bezirk gewählt wurde und auch für zwei Wahlperioden Mitglied im Gesamtpersonalrat war, entschied er sich als Vorsitzender des örtlichen Personalrates und Mitglied in der Bezirksleitung die Interessen der Kolleg*innen vor Ort zu vertreten.

Die Beschäftigten schätzten seinen kontinuierlichen Einsatz in arbeitsrechtlichen, aber auch Bildungsfragen. Mit seiner ruhigen, aber bestimmten Art gelang ihm dies sehr gut, bis er 2019 den Staffelstab an Matthias Schwartz als Vorsitzenden übergab.

In der gesamten Zeit unterrichtete Klaus weiterhin mit großem persönlichen Enthusiasmus und Begeisterung im Arndt-Gymnasium.

Leider konnte er seine geplanten ehrenamtlichen Aktivitäten nach seiner Pensionierung nicht mehr umsetzen. Wir verlieren einen Freund und aktiven Gewerkschafter. Klaus wird in unserer Erinnerung bleiben.

 

Nachruf Heiner Moos

Heiner Moos ist wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag gestorben. Er war ein sehr aktiver Gewerkschafter und hatte zahlreiche Funktionen inne. Er war lange Zeit Vorsitzender der Fachgruppe Gymnasien, dann in turbulenten Zeiten bei heftigen innergewerkschaftlichen Auseinandersetzungen 1. Vorsitzender im streitbaren Bezirk Kreuzberg, später lange Zeit Personalrat und auch dort Vorsitzender im Bezirk Kreuzberg. Bei allen Auseinandersetzungen, die er stets mit Fairness führte, fühlte er sich dem Paragraphen 1 des Berliner Schulgesetzes verpflichtet. Es galt, die Schüler*innen zu verantwortungsbewussten, selbstständig denkenden jungen Demokrat*innen zu erziehen. In diesem Sinne unterstützte und förderte Heiner Aktivitäten wie Schulstreiks für bessere Bildung, erste öffentliche Veranstaltungen von homosexuellen Schüler*innen sowie viele politische Veranstaltungen, zum Beispiel mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Dabei gab es viele Widerstände zu überwinden. Vor allem aber war er für die neue Generation der Kolleg*innen, die ab den 70er Jahren in die Schule kam, ein verlässlicher Freund und oft der Fels in der Brandung, wenn es um neue pädagogische Orientierungen ging. Wir haben ihn sehr gebraucht und vermissen ihn sehr.