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Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung (LAMA)

Der Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung (LAMA) arbeitet im Themenfeld von Bildung in der Einwanderungsgesellschaft, sowie Antidiskriminierung und Rassismus. Wir laden regelmäßig außergewerkschaftliche Initiativen ein, um ins Gespräch zu kommen, und kooperieren bereits mit mehreren, zum Beispiel: Solidarity City Berlin und der Berliner Flüchtlingsrat. Besonders stolz sind wir auf unsere Fachtage zur inklusiven und diversen Schule, zu denen über 100 Teilnehmer*innen gekommen sind. Mitmachen können alle GEW-Mitglieder, Neugierige sind herzlich willkommen.

Was bisher geschah – Aspekte der Geschichte des LAMA

Der Landesauschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Berliner GEW wurde, wie viele andere LAMAs in anderen Bundesländern auch, in den achtziger Jahren vorwiegend als Interessenvertretung von (ausländischen) Lehrkräften gegründet, die als "Lehrkräfte nach dem Recht des Heimatlandes" für ihre organisatorische und tarifliche Gleichstellung kämpfen wollten. Diese gelang in Berlin nach langem Einsatz vieler GEW-VertreterInnen erst in den Jahren 2009/2010 und wurde mit einer Feier beim LAMA gewürdigt.

Im Laufe der Jahre wandelte sich das Teilnehmerfeld des LAMA und immer mehr "mehrheitsdeutsche" KollegInnen mit Interesse an Migrationsfragen brachten ihre Erfahrungen in die Arbeit ein. Das Thema DaZ (Deutsch als Zweitsprache) in den Bereichen der theoretischen Grundlegung, der Schulorganisation und vor allem der mangelhaften Praxis entwickelte sich zum Arbeitsschwerpunkt und fand den Höhepunkt in zwei vom LAMA organisierten Fachtagungen: "Perspektiven für DaZ" 2005 und "Tag der Sprachförderung - Zweitsprachförderung im sozialen Kontext" 2009. Beide Tagungsbroschüren sind als pdf-Datei auf der GEW-Homepage herunterladbar.
Aber bei allem Engagement für DaZ sollte der Einsatz des LAMA für die Muttersprachenförderung von Kindern "mit Migrationshintergrund", namentlich für die türkisch-deutsche zweisprachige Erziehung, nicht unerwähnt bleiben.

Eng zusammengearbeitet hat der LAMA auch mit Institutionen, die sich aktiv um Fragen von Flucht und Asyl bzw. Bleiberecht und insbesondere mit dem Thema Abschiebung beschäftigen, von der leider immer noch SchülerInnen bedroht sind. Eine ähnlich schwierige Situation haben Kinder aus Sinti- und Romafamilien. Hier wurden in Kooperation mit "Schule ohne Rassissmus - Schule mit Courage" Seminare organisiert.

Der LAMA beriet die Entwürfe zum Schulgesetz und entwickelte Stellungnahmen ebenso wie zu der fatalen Praxis beim MSA (mittlerer Schulabschluss).
Die Kritik an der dezentralen Fortbildung insbesondere im DaZ-Bereich hat inzwischen Wirkung gezeigt.

Die Installation des Schulfaches "Ethik" wurde in einem "Forum" von LAMA-Aktiven an führender Stelle begleitet. Nachdem "Pro Reli" dieses verbindliche Fach durch ein Volksbegehren abschaffen wollte, entstand aus dem "Forum" das "Bündnis pro Ethik", in dem der Koordinator, der Sprecher, die Geschäftsstellenleiterin und der Webmaster LAMA-Mitglieder waren. Der Erfolg des Bündnisses gegen den Volksentscheid "Pro Reli" muss auch als erfolgreiche LAMA-Arbeit gewertet werden.

Der Lama sucht aktiv nach Wegen zur Erhöhung der Quote durch Unterstützung von ReferendarInnen, durch Kooperation mit Projekten an Hochschulen.
Hierzu rechnen wir auch die Forderung nach Verstetigung von Elternprojekten insbesondere in sozial benachteiligten Bezirken.

..durch Beiträge in der blz: Einer dieser Beiträge führte zu äußerst kontroversen Diskussionen und Ende 2009 zu der Fachtagung des LAMA "Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit", die auf der LDV in den Antrag mündeten, den Begriff "Deutschenfeindlichkeit" als rechtspopulistischen Kampfbegriff abzulehnen.

...durch Anträge in den Gremien:  Immer wieder stellte der LAMA bzw. LAMA-Aktive auf den Tagungen der Landesdelegiertenversammlung (LDV) erfolgreich Anträge, dies galt auch für den bundesweiten Gewerkschaftstag. Einer dieser Anträge war die Einführung eines verbindlichen Werteunterrichtes, nachdem LAMA-Mitglieder erfolgreich in einem Aktionsbündnis die Pläne von Bildungssenator Böger zur Einführung eines Wahlpflichtfaches Religion vereitelt hatten.Im Sinne der seit vielen Jahren vom LAMA beförderten Forderung nach mehr MigrantInnen in die Lehrkörper und Leitungsgremien und unserem von der LDV verabschiedeten Antrag zur "Interkulturellen Öffnung der GEW BERLIN" erhoffen wir auch für die Zukunft ein verstärktes Engagement der GEW-Mitglieder für schulische und außerschulische Migrationsangelegenheiten.

  • Organisation der jährlichen Mahnwache anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938
  • Mitwirkung eines Mitglieds im Mete-Eksi-Fonds