Mitgliederbereich

Passworthilfe

Fachgruppe Erwachsenenbildung

Einladung

Öffentliche Veranstaltung am 3. Juli 2018
mit Dr. Birgit Aschemann, Universität Graz, Österreich
Erwachsenenbildung in Österreich – Strukturen und prekäre Beschäftigung

  • 12 – 13.30 Uhr Ausgewählte Highlights der österreichischen Erwachsenenbildungs-Gesetzgebung
    Berlin verfügt immer noch nicht über ein Weiterbildungsgesetz, aber es ist im aktuell gültigen Koalitionsvertrag der Landesregierung in Aussicht gestellt worden.
    Ein Blick über die österreichische Grenze soll dafür Anregungen geben. Interessant sind zum Beispiel der nationale Kollektivvertrag, der Mindesthonorare für freie „DienstnehmerInnen“ regelt und jährlich anpasst sowie die Organisation der kostenlosen professionellen Weiterbildungsberatung.
  • 13.30 – 14.15 Mittagspause mit Imbiss
  • 14.15 – 16.30 Uhr Solo-selbständige Lehrkräfte: „Empowern sollen wir immer nur die anderen!“
    Erfahrungen mit und von solo-selbständigen Lehrkräften in der österreichischen Erwachsenenbildung werden vorgestellt. Ihre seit vielen Jahren prekäre Beschäftigung
    ist auch in Österreich ein „nerviges“ Tabu-Thema und steht manchmal in einem fast paradoxen Verhältnis zu der Aufgabe, anderen das Gefühl sozialer Sicherheit und eigener Stärke zu vermitteln.

Persönliche Berichte, Hintergründe, Diskussion.

Moderation: Monika Oels, GEW BERLIN und Stephanie Odenwald, GEW BERLIN

Ort: GEW-Haus, Ahornstr. 5, 10787 Berlin
Anmeldung erbeten: erwachsenenbildung@gew-berlin.de

Die Fachgruppe Erwachsenenbildung der GEW BERLIN vertritt die Interessen von haupt-, neben- und freiberuflichen pädagogischen Mitarbeiter*innen, die als Angestellte oder Beamt*innen, arbeitnehmerähnliche Personen und Honorarkräfte in der allgemeinen, politischen und beruflichen Erwachsenenbildung und Weiterbildung in Berlin tätig sind. Informationen über unsere bundesweite Arbeit finden Sie auf der Seite des Bundesfachgruppenausschusses Erwachsenenbildung der GEW.

Am Weltlehrer*innentag 2017 haben wir am Brandenburger Tor demonstriert und auf unsere Lage aufmerksam gemacht.
Quelle: Foto: Christian von Polentz / transitfoto.de

Unsere Mitglieder arbeiten in:

• Volkshochschulen
• Sprachschulen
• kirchlichen, gewerkschaftlichen oder politischen Weiterbildungseinrichtungen
• in Weiterbildungsberatungs- oder Grundbildungszentren
• Einrichtungen zum Nachholen von Schulabschlüssen
• betrieblichen und überbetrieblichen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen
• in Fortbildungswerken von Verbänden, Kammern, Stiftungen und Bildungswerken
• bei privaten Trägern mit SGB II/III oder Reha-Maßnahmen
• sowie sonstigen kulturellen Einrichtungen und in den Medien 

Schwerpunkte unseres politischen Engagements

• Wir engagieren uns für ein Weiterbildungsgesetz in Berlin, das die Erwachsenenbildung (inkl. der
Weiterbildungsberatung für Erwachsene) als gleichberechtigte vierte Säule des Bildungswesens
anerkennt, fördert und ausbaut
• Wir stärken durch GEW-Vertrauensleute die kommunale und die freie Erwachsenenbildung in Volkshochschulen und bei Freien Trägern sowie in Firmen die Sichtbarkeit unserer Bildungsgewerkschaft als Tarifpartner
• Wir unterstützen die Schaffung von Betriebsgruppen und die Gründung von Betriebs- bzw.  Personalräten (schon ab 5 Mitarbeiter*innen möglich)
• Wir engagieren uns für demokratische Mitbestimmung und Mitwirkung in gewählten bezirklichen und Gesamt-Berliner Vertretungen der Kursleiter*innen und der Lernenden in einem künftigen Berliner
Weiterbildungsgesetz
• Wir engagieren uns dafür, dass bei der Vergabe von öffentlichen Geldern für Bildungsaufgaben nur Bildungs anbieter berücksichtigt werden, die ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anbieten, deren Bezahlungsniveau den im öffentlichen Dienst geltenden Tarifverträgen entspricht. Die Einhaltung der verhandelten Mindestlöhne und Mindesthonorare soll von den Auftraggebern besser kontrolliert werden
• Wir fordern eine langfristige Investitionsplanung für professionell ausgestattete Erwachsenenbildungszentren

Lebenslanges Lernen ist unser Thema

Lebenslanges Lernen, das ist in ganz Europa und auf internationaler Ebene immer noch ein gängiges Schlagwort in Sonntagsreden, bleibt aber auf professionelle Unterstützung und eine starke institutionelle Verankerung angewiesen. Dies steht jedoch immer mehr im Widerspruch zur tatsächlichen institutionellen und materiellen Anerkennung der sogenannten vierten Säule "Weiterbildung" des Bildungswesens. Anstelle professioneller Entwicklungsplanung für eine nachhaltige Infrastruktur und gute Arbeit tritt alle Jahre wieder folgenlose befristete Projektförderung mit prekärer Beschäftigung.

Die Stärkung „guter Arbeit“ ist unser Ziel

Wir fordern, dass die allgemeine, politische und berufliche Erwachsenenbildung als Bürger*innenrecht und Pflichtaufgabe endlich anerkannt und in öffentlicher Verantwortung wahrgenommen und ausgebaut wird. Professionalität und Qualität in der Weiterbildung werden zwar zunehmend gefordert, aber nur selten durch angemessene Tarifverträge, Mindestlöhne und Honorarordnungen anerkannt und unterstützt.

Kontakt:

Monika Oels und Pia Faustmann

erwachsenenbildung@gew-berlin.de

Und hier geht es zur GEW Bund