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HonorarlehrkräfteAktion der Honorarlehrkräfte am Weltlehrertag 2016

Rund 100 Kolleg*innen beteiligten sich engagiert an einer kreativen Aktion in Berlin – und das, obwohl das Wetter nicht mitgespielt hat.

05.10.2016

Aufgerufen zu der Aktion hatte ein Bündnis von Honorarkräften. Sie werden pro geleistete Unterrichtsstunde vergütet, und die Vergütung ist zwar unterschiedlich niedrig, reicht aber auf jeden Fall nicht dafür aus, um einen angemessen Lebensstandard finanzieren und für das Alter vorsorgen zu können. Deshalb fordern sie entweder eine feste Anstellung oder eine Vergütung pro Unterrichtseinheit, die äquivalent zu der von festangestellten Lehrkräften im öffentlichen Dienst ist.

Bei der Aktion machten die Honorarkräfte deutlich, dass sie nicht länger wie Lehrkräfte zweiter Klasse behandelt werden wollen. Ihre gemeinsamen Ziele schließen an international vereinbarte Grundsätze zum Schutz von Lehrer*innen an. Sie fordern die Erfüllung der UNESCO-Standards.

Vom Pariser Platz zum Kanzleramt

Die Honorarlehrkräfte versammelten sich auf dem Pariser Platz, wo Vertreter*innen der beteiligten Gruppen Redebeiträge hielten und die Samba-Gruppe der GEW die Beiträge musikalisch unterstrich. Angeführt von der Samba-Gruppe ging es anschließend durch das Brandenburger Tor zum Platz des 18. März.

Über die Aktion der Honorarlehrkräfte schreibt der Sender RBB: „Der Weltlehrertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Lehrkräfte wertschätzen, ihren Status verbessern!“. Tausende Lehrkräfte arbeiten in Berlin unter prekären Bedingungen, seien es Dozenten an Musikschulen und Volkshochschulen, in den Sprachenzentren der Hochschulen oder in den Integrationskursen für geflüchtete Menschen. Diese akademisch gebildeten Lehrkräfte müssen sich von Honorarjob zu Honorarjob hangeln, und verdienen oft nur halb so viel, wie festangestellte Lehrkräfte mit vergleichbarer Tätigkeit. Am Weltlehrertag haben betroffene Dozenten zu einem kreativen Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen aufgerufen.“

Aufgerufen zu der Aktion hatten die AG-Lehrbeauftragte GEW Berlin, die Berlin LW GAS (Freelance Language Workers), die Berliner VHS-Dozent*innen-Vertretung und die Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten (BKSL), das DaZ-Netzwerk, die Dozent*innen der Freien Träger, Freie am Goethe-Institut, die Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen-Ver.di Fachgruppe Musik. Die Aktion wurde auch von der GEW und ver.di unterstützt.

Trotz Dauerregen war die Stimmung bis zum Ende der Aktion ausgezeichnet!


Materialien der aufrufenden Gruppen:

Texte von Dozent*innen in Integrationskursen, eine Selbstdarstellung der Lehrer*innen an Musikschulen und Lehrbeauftragten, eine Broschüre von den Lehrer*innen an Musikschulen, weitere Materialien der Lehrbeauftragten, eine Stellungsnahme der Vertretung der Volkshochschuldozent*innen sowie die Darstellung des „Berliner Modells“ an den VHSen.

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