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Nr. 43 / 2012Ramiza soll bleiben

22.10.2012

Die GEW BERLIN fordert den Berliner Senat auf, der Schülerin Ramiza M. mit Roma-Herkunft, weiterhin ein Aufenthaltsrecht in Berlin zu gewähren. Ramiza wurde 1998 in Berlin geboren, mit sechs Jahren musste sie mit ihren Eltern zurück nach Serbien ziehen. Ohne festen Wohnsitz, konnte sie keine Schule besuchen. Im Alter von zwölf Jahren kehrte sie mit ihrer Großmutter nach Berlin zurück und besucht seitdem die Hemingway-Sekundarschule in Berlin-Mitte, wo sie fest in die Klassengemeinschaft integriert ist. Nun droht ihr die erneute Abschiebung, weil weder sie noch ihre Großmutter eine gültige Aufenthaltserlaubnis besitzen und ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Sigrid Baumgardt: „Der Fall von Ramiza droht zu einer menschlichen Tragödie zu werden. Das Mädchen zeigt einen hohen Integrationswillen und Leistungsbereitschaft. Sie lernte mit zwölf Jahren lesen und schreiben und ist nach Aussagen ihrer Lehrerin gut in ihre Klasse integriert. Mit der drohenden Abschiebung wird ihre positive Entwicklung unterbrochen. Wenn Schülerinnen und Schüler von Abschiebung bedroht sind, so schwindet zudem für viele von ihnen die Motivation zu lernen und sich am sozialen Leben zu beteiligen. Wir fordern den Innensenator Henkel auf, keine Kinder mehr abzuschieben, solange sie die Schule besuchen, sondern ihnen durch einen Schulabschluss einen besseren Start ins weitere Leben zu ermöglichen. Wir fordern ein humanitäres Bleiberecht für hier lebende Roma.“