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Nr. 40 / 2012Die GEW BERLIN empfiehlt Broschürenquartett der Bildungsinitiative QUEERFORMAT zu Themen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

17.10.2012

Das Broschürenquartett „Wie Sie vielfältige Lebensweisen an Ihrer Schule unterstützen können“ bietet vielfältige Praxistipps, Angebote und Hintergrundwissen rund um das Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Neben Anregungen für die sensible Gestaltung von Beratungssituationen enthalten die Broschüren konkrete Methoden zur Unterstützung von Jugendlichen im Coming-out. Auch gibt es eine umfängliche Adressenliste mit Beratungs- und Informationsstellen. Die Publikationsreihe entstand im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Yan Feuge, Bildungsreferentin bei QUEERFORMAT: „Die Broschüren liefern Antworten auf dringende Fragen, mit denen pädagogische Fach- und Lehrkräfte in unseren Fortbildungen an uns herangetreten sind. Vielfalt von Geschlechtsidentitäten sowie von sexuellen Orientierungen sichtbar zu machen, gegen Diskriminierung einzutreten und Freiraum für die Identitätsfindung aller Kinder und Jugendlichen zu schaffen, ist eine herausfordernde pädagogische Aufgabe. Wir freuen uns, mit dem Broschürenquartett hier gute Unterstützung anbieten zu können.“

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Kinder brauchen eine geschlechtergerechte Schule, um sich jenseits allen Schubladendenkens als Individuen entwickeln zu können. Oftmals sind Pädagoginnen und Pädagogen hilflos, wenn Beschimpfungen wie „Schwule Sau“, „Kampflesbe“ oder „Transe“ über den Schulhof hallen. Diese Materialien sind eine gute Grundlage für offene Gespräche und Diskussionen zum Themenfeld sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Lehrerinnen und Lehrer werden angeregt, den eigenen Unterricht zu reflektieren, den Blick für die Geschlechterverhältnisse in der Schule zu öffnen und Neues auszuprobieren. Es gibt viele Tipps, Argumentationshilfen und Vorschläge wie sich alle Beteiligten aktiv gegen Vorurteile, Diskriminierungen und Mobbing stellen können.“