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Nr. 36 / 2012GEW zum Bericht der Baumert-Kommission zur Reform der LehrerInnenbildung

26.09.2012

Die GEW BERLIN begrüßt viele Vorschläge der Kommission zur Reform der LehrerInnenbildung unter Vorsitz von Prof. Dr. Jürgen Baumert. Ziele wie eine Qualitätssicherung innerhalb der Hochschulen sowie die ausreichende Ausstattung und Finanzierung des Praxissemesters im Masterstudium sind auch Forderungen der GEW.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Wir unterstützen Professor Baumert in seiner Forderung, dass sich die Realität an den Berliner Schulen endlich in der LehrerInnenbildung widerspiegeln muss und in seinen Gedanken, dass Inklusion nicht zum Nulltarif zu haben ist und die künftigen Lehrerinnen und Lehrer bereits in der Ausbildung darauf vorbereitet werden müssen. Am Punkt Polyvalenz im Sinne der Vielfältigkeit und der trotzdem zu leistenden Förderung der Professionalität in der Bachelorphase fordert Professor Baumert im Ansatz die Quadratur des Kreises. Hier kommt es, wie für das ganze Papier, auf die Umsetzung an. Das Grundschullehrkräfte eine eigene Ausbildung erhalten sollen, halten wir für falsch. Richtiger wäre, der Erhalt der Ausbildung für die Klassenstufen 1 bis 10 im Sinne der Flexibilität und der besseren Kooperation an den Schnittstellen der schulischen Ausbildung. Wir begrüßen aber, dass es für künftige Lehrkräfte in den Sekundarstufen I und II nur noch ein Lehramt geben soll. Bereits jetzt arbeiten an Integrierten Sekundarschulen Lehrerinnen und Lehrer ohne Studienratslaufbahn in Leistungskursen. Es liegt nun an der Senatorin diesen Vorschlägen der Expertinnen und Experten im Dialog mit den Verbänden und der GEW politische Taten folgen zu lassen und die Vorschläge in das neue Lehrerbildungsgesetz zu übertragen.“

Kontakt: Laura Pinnig, Leiterin des Vorstandsbereich Lehrer/innenbildung: 0151 1513 4638