GEW - Berlin
Du bist hier:

Nr. 26/2020GEW BERLIN ruft Beschäftigte beim HVD Berlin-Brandenburg zum Streik

18.09.2020

Der Geschäftsführende Landesvorstand der GEW BERLIN ruft die Beschäftigten beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg am 23. September 2020 zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die Gewerkschaften GEW BERLIN und ver.di fordern die Wiederinkraftsetzung des bisherigen Tarifvertrags, eine Entgelterhöhung rückwirkend zum 1. Januar 2020 um 6 Prozent, die Anpassung der Struktur der Entgelttabellen an die Struktur des Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und einen Stufenplan zur Angleichung der Gehälter an die im öffentlichen Dienst.

Bereits im Mai 2017 hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam eine Orientierung an den Tarifwerken des Öffentlichen Dienstes vereinbart. „Es ist ein berechtigtes Anliegen der Beschäftigten im HVD, dass sie ein vergleichbares Einkommen haben wie ihre Kolleg*innen im öffentlichen Dienst“, betonte Udo Mertens, Verhandlungsführer der GEW BERLIN. Drei Jahre habe der HVD die Verhandlungen dann verschleppt. „Jeder von uns unterbreitete Kompromiss wurde abgelehnt. Der Arbeitgeber machte uns Angebote, die uns im Gegenteil immer weiter weg von den Tarifverträgen des Öffentlichen Dienstes bringen würden“, so Mertens. Nun hat der HVD eine völlig konfrontative Haltung eingenommen und die Verhandlungen einseitig beendet. 

„Der Humanistische Verband möchte den ihm offenkundig lästigen Tarifvertrag loswerden und betreibt Tarifflucht! Ohne massiven Druck werden wir den Tarifvertrag nicht erhalten können. Dagegen müssen sich die Beschäftigten beim HVD wehren. Wir streiken daher für einen Tarifvertrag auf Augenhöhe und gegen Arbeitgeberdiktat!“, unterstrich der GEW-Tarifvorstand. 

Für den HVD arbeiten in der Hauptstadt rund 1.400 Beschäftigte in diversen Sozialeinrichtungen. Etwa 20 Kitas könnten am Mittwoch geschlossen bleiben. 

Die Streikenden treffen sich am 23. September um 9.30 Uhr in der Wallstraße 61-65 vor der Geschäftsstelle des HVD.