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Nr. 49/2021GEW BERLIN ruft Beschäftigte im öffentlichen Dienst zum Warnstreik auf

05.11.2021

Die GEW BERLIN ruft am 11.11.2021 die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Berlin zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 8. Oktober mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TV-L. Die GEW fordert in der Tarifrunde 2021 die Erhöhung der Tabellenentgelte um 5 Prozent, mindestens aber um 150 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten und die Anhebung der Entgelte der Auszubildenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich. Bisher haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

Zum Streik aufgerufen sind alle Tarifbeschäftigten in den Kita Eigenbetrieben, an den staatlichen Schulen des Landes Berlin, an den Universitäten und Hochschulen (außer HTW), beim Lette Verein beim Pestalozzi-Fröbel-Haus, den Bezirksämtern sowie alle sonstigen im Land Berlin Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des TV-L fallen.

„Während der Pandemie waren es die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die wichtige gesellschaftliche Bereiche am Laufen gehalten haben. Die Lehrkräfte und Erzieher*innen waren im Einsatz, um Fernunterricht, Notbetreuung und digitales Lernen zu entwickeln und umzusetzen. Die Sozialarbeiter*innen haben nach Kräften die sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu lindern versucht und die Beschäftigten der Hochschulen trotz widriger Umstände den Wissenschaftsbetrieb am Laufen gehalten“, erklärte Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN.

„Wir sind der Ansicht: Wertschätzung für die wichtige Arbeit der Erzieher*innen, Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen zeigt sich auch in der Bezahlung. Daher fordern wir für den öffentlichen Dienst eine reale Lohnerhöhung, die mindestens mit der sprunghaft gestiegenen Inflation Schritt hält“, betonte Anne Albers, Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik.

„Uns ist bewusst, dass die Corona-Zeit und besonders der damit verbundene Unterrichtsausfall für die Familien eine enorme Belastung war. Wir bitten trotzdem alle Eltern um Unterstützung und ihre Solidarität für die Anliegen der Pädagog*innen. Uns bleiben nur Warnstreiks, um der Blockadehaltung der Arbeitgeber zu begegnen“, betonte Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik.

Die Demonstration beginnt am 11.11. ab 10 Uhr am Hansaplatz und führt zum Platz des 18. März (Brandenburger Tor). Dort findet gegen 11 Uhr eine Kundgebung statt.

Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung ein!