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Nr. 49 / 20132500 angestellte Lehrkräfte streiken für Tarifvertrag

24.09.2013

Erneut haben 2 500 angestellte Lehrkräfte in Berlin die Arbeit niedergelegt, um für einen Tarifvertrag und alternsgerechte Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Die GEW BERLIN hat Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum mehrfach zu Gesprächen aufgefordert, doch diese wurden immer wieder abgewiesen. Nußbaum verwies wiederholt darauf, dass nicht der Berliner Senat, sondern die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für Tarifverhandlungen mit der GEW zuständig sei. Kurzfristig fand dann dennoch am Freitag, dem 13. September 2013 ein erstes vertrauliches Gespräch statt. Die GEW BERLIN zeigte Möglichkeiten auf, wie der Tarifkonflikt im Land Berlin im Rahmen des bestehenden Tarifrechts gelöst werden könnte. Die Konfliktparteien trennten sich ohne Ergebnisse.

Es ist bereits der achte Streikaufruf dieses Jahr, nachdem am 29. November 2012 die GEW BERLIN den Berliner Senat zu Tarifverhandlungen für eine tarifliche Entgeltordnung und alternsgerechte Arbeitsbedingungen aufgefordert hatte.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Bereits am 21. und 22. August 2013 haben bei gutem Wetter 3 000 angestellte Lehrkräfte die Arbeit niedergelegt. Heute haben sich erneut 2 500 Kolleginnen und Kollegen trotz miesen Wetters auf dem Potsdamer Platz versammelt, um für einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken. Nußbaum versteckt sich nach wie vor hinter der TdL. Gleichzeitig brüstet er sich damit, dass er den Arbeitgeberverband zu Gesprächen mit dem Bundesvorstand der GEW aufgefordert hat. Seit sieben Jahren hält die TdL die GEW allerdings hin – ohne ernsthafte verhandelbare Angebote auf den Tisch zu legen. Wir haben diese Hinhaltetaktik satt und fordern endlich Tarifverhandlungen. Ohne spezielle Regelungen für Berlin wird es keinen Schulfrieden in der Stadt geben.“

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