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Nr. 02 / 201430 Lehrkräfte der jüdischen Gemeinde im Streik

20.01.2014

Für die Schüler/-innen am privaten Jüdischen Gymnasium in Mitte beginnt der Unterricht heute erst mit der dritten Stunde. Grund ist ein zweistündiger Warnstreik von 30 Lehrkräften der Schule. In den vergangenen zwölf Jahren mussten sie Reallohneinbußen von zehn Prozent hinnehmen, weil die Jüdische Gemeinde zu Berlin ihre Gehälter seit 2002 nicht mehr erhöht hat. In der vergangenen Woche verkündete die Gemeinde eine Gehaltserhöhung um drei Prozent ab Januar 2014. Die GEW BERLIN hat eine entsprechende Zusage bis heute allerdings noch nicht erhalten.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereiches Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN: „Die Kolleginnen und Kollegen des jüdischen Gymnasiums sind seit über einem Jahrzehnt von den Gehaltsentwicklungen anderer Lehrkräfte abgekoppelt. Der Arbeitgeber verweigert sich hartnäckig unseren Forderungen nach Tarifverhandlungen. Selbst unsere schriftliche Bitte auch nur nach einem Gespräch ignoriert der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde. Er informiert lieber die Presse über eine eventuell geplante Gehaltserhöhung, die nicht ausreicht, die Reallohnverluste der letzten Jahre auszugleichen. Die Beschäftigten der Schule sehen daher keine andere Möglichkeit ihren Forderungen nach Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen, als zu streiken. Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit ihren Arbeitskampf auszudehnen.“

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