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Nr. 31 / 2013600 Streikende am dritten Tag

16.05.2013

Am Mittwochmittag wurden 600 streikende Lehrkräfte aus 76 Schulen auf dem Molkenmarkt ge-zählt. Hierunter u.a. die Berliner Oberstufenzentren Bekleidung und Mode, Gastgewerbe, Medizin- und Informationstechnik und weitere. Neben den berufsbildenden Schulen protestierten auch Beschäftigte anderer Schulen für Tarifverhandlungen mit der GEW BERLIN für eine Entgeltordnung und für alternsgerechte Arbeitsbedingungen. Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, überbrachte eine Solidaritätserklärung für die Forderungen der Lehrkräfte. Mit einem Fahrradkorso wurden die Forderungen der angestellten Lehrkräfte zu den Geschäftsstellen der Berliner Parteien befördert und dort übergeben.

In einer Podiumsdiskussion kritisierten am Nachmittag prekär Beschäftigte die Senatspolitik. Antje G., Vertretungslehrerin auf PKB-Basis in Neukölln, berichtete von ihren 18 Kurzarbeitsverträgen. Diese Kolleg/-innen sind zudem von regelmäßiger Arbeitslosigkeit während der Sommerferien betroffen.

Auch am Donnerstag versammelten sich 600 Lehrer/-innen und 100 Erzieher/-innen überwiegend aus Grundschulen auf dem Molkenmarkt. Hierunter u.a. die Anna-Seghers-Gemeinschaftsschule aus Adlershof, die Helene-Häusler-Schule aus Prenzlauer Berg und die Modersohn-Grundschule aus Friedrichshain. Thomas Lippmann, Vorsitzender der GEW Sachsen-Anhalt berichtete über die Situation der angestellten Lehrkräfte in seinem Bundesland. Er forderte außerdem die Gehälter von Lehrkräften an Grundschulen und an Oberschulen anzugleichen. Gegen Mittag zogen die Protestie-renden zum LEGO-Angeln ans Spreeufer (LEGO = Lehrkräfteentgeltordnung).

Hartmut Schurig, Vorsitzender der GEW BERLIN: „Die Berliner angestellten Lehrkräfte sind nicht mehr länger bereit, das Verwehren von Arbeitnehmerrechten hinzunehmen. Sie haben die Verweigerungspolitik der Senatsverwaltungen für Finanzen und Bildung satt. Viele der anwesenden Betriebsgruppen erklärten am Vormittag, dass sie am morgigen Freitag mit noch mehr Kolleginnen und Kollegen wiederkommen werden.“