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Auftakt der Tarifverhandlungen für 6.000 studentische Beschäftigte der Berliner Hochschulen

17.03.2011

(Gemeinsame Presseerklärung der Gewerkschaften ver.di Berlin-Brandenburg und GEW BERLIN)

Am Freitag, 18. März beginnen Tarifverhandlungen für die ca. 6.000 studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen.

Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern, die Gehälter der studentischen Beschäftigten an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst anzupassen und das seit Jahren gestrichene „Weihnachtsgeld“ als neue Jahressonderzahlung einzuführen.

Die Verhandlungsführer André Pollmann (ver.di) und Holger Dehring (GEW) erklären:

„Die studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen müssen endlich wieder an der Gehaltsentwicklung der übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst teilnehmen. Der jetzige Stundenlohn von 10,98 € ist seit zehn Jahren nicht erhöht worden. Seit sieben Jahren erhalten studentische Beschäftigte kein Weihnachtsgeld mehr. Diese Spätfolgen der Tarifflucht der Hochschulen aus den Jahren 2003/2004 müssen jetzt beseitigt werden.“

Für das hauptberufliche Personal der Berliner Hochschulen gilt seit 1. Januar 2011 der neue Tarifvertrag der Länder, der wie im Land Berlin in diesem Jahr Tarifsteigerungen um ca. 4,5 % sowie eine Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) vorsieht. Die studentischen Beschäftigten dürfen nicht länger von dieser Entwicklung abgekoppelt werden.

Ohne die ca. 6.000 studentischen Beschäftigten würde der Betrieb in vielen Berliner Hochschulen zusammenbrechen. Sie arbeiten als Tutorinnen und Tutoren in der Lehre, in Bibliotheken, Forschungsprojekten, PC-Pools und Verwaltungsbereichen.

In Berlin existiert als einzigem Bundesland ein eigenständiger Tarifvertrag für die studentischen Beschäftigten, der 1986 im Ergebnis eines Streiks der Tutorinnen und Tutoren erkämpft wurde.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung.
André Pollmann (ver.di): 0170-5748540
Matthias Jähne (GEW) : 219993-59