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Nr. 51 / 2012Berliner Jugendhilfeausschuss-Vorsitzende schlagen Alarm

23.11.2012

Die GEW BERLIN unterstützt die Forderungen der Vorsitzenden der bezirklichen Jugendhilfeausschüsse.

Die Jugendhilfeausschuss-Vorsitzenden aller Bezirke machen in einem gemeinsamen Brandbrief darauf aufmerksam, dass durch die unzureichenden Mittelausstattung in den Bezirksparlamenten Beschlüsse gefasst werden, mit denen große Teile der Angebote nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz eingestellt oder nur noch unzureichend fortgeführt werden können. Damit sind viele Einrichtungen der Jugendhilfe (Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen) gefährdet. Das verschlechtert die bezirklichen Angebote für Kinder und Jugendliche in einem nicht zu vertretendem Ausmaß. Die jährlichen Kürzungen liegen laut den Jugendhilfeausschuss-Vorsitzenden bei 5 bis 8 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das Einsparungen von 4 bis 7 Millionen Euro jährlich. Die Jugendhilfeausschuss-Vorsitzenden fordern vom Abgeordnetenhaus ein Moratorium, das den Abbau der Kinder- und Jugendhilfe stoppt.

Andreas Kraft, Leiter des Vorstandsbereichs Kinder-, Jugendhilfe und Sozialarbeit in der GEW BERLIN: „Kinder und Jugendliche und ihre Familien dürfen nicht die Leidtragenden der Haushaltspolitik des Senats und der Bezirke sein. Für jeden Euro den man heute in der Jugendhilfe spart, muss die Gesellschaft in der Zukunft das Doppelte und Dreifache zahlen. Die Politik raubt mit diesen Sparmaßnahmen vielen Kinder und Jugendlichen die für sie so dringend notwendige Unterstützung im Alltag und damit letztlich ihre Zukunftschancen. Die Anzahl und die Probleme der Kinder und Jugendlichen in der Stadt wachsen, aber Hilfe und Unterstützung für sie werden abgebaut. Dagegen wenden sich die Jugendhilfeausschussvorsitzenden zu Recht.“

 

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