GEW - Berlin
Du bist hier:

Nr. 62 / 2013 Beschäftigte der Jugendämter fordern bessere Arbeitsbedingungen

13.12.2013

Unter dem Motto "Kinderschutz braucht Kinderschützer" haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regionalen Sozialpädagogischen Dienste (RSD) heute zu Beginn der Sitzung der Jugendstadträt/-innen zur Demonstration aufgerufen. Sie machen damit vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft auf ihre Überlastung aufmerksam.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Die Arbeitsanforderungen und die Zahl der betreuten Familien haben sich für die Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren verdoppelt – die Anzahl der Stellen für die Sozialarbeit im RSD blieb aber gleich! Schlechte Arbeitsbedingungen und hohe Arbeitsbelastung machen die Kolleginnen und Kollegen krank. Das führt zu hoher Fluktuation und die verbleibenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können die Arbeit nicht mehr schaffen! Eine verlässliche und verantwortungsvolle Arbeit ist so nicht mehr möglich. Der Senat muss für die Jugendämter mehr Personal einstellen. Die Familien dürfen nicht länger die Leidtragenden der Berliner Haushaltspolitik sein.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im RSD fordern deshalb:

• Fallzahlbegrenzung: 40 Familien auf eine Vollzeitstelle
• Stellenplanung mit Vertretungsreserve
• RSD-Stellen mit E 10 / A 11 eingruppieren