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Nr. 02 / 2012Einstellungsziel erreicht - Verbesserungen für die angestell­ten Lehrkräfte bleiben dennoch dringend nötig

17.01.2012

Die Berliner Bildungssenatorin hat 350 Lehrerneueinstellungen für den Beginn des zweiten Schulhalbjahres zugesagt. Die Zwischenbilanz der aktuell laufenden Bewerbergespräche lässt darauf schließen, dass diese Stellen auch tatsächlich besetzt werden können. Dies war angesichts der Verärgerung angestellter Lehrkräfte über die Unge­rechtigkeit in den Lehrerzimmern und der vielfach geäußerten Abwanderungswünsche nicht wirklich zu erwarten. Die GEW BERLIN bekräftigt, dass die Einkommens- und Ar­beitsbedingungen der angestellten LehrerInnen verbessert werden müssen, um Berlin perspektivisch konkurrenzfähig zu halten und bestehende Ungleichheiten zu verbeam­teten KollegInnen auszugleichen.

Hartmut Schurig, Vorsitzender der GEW BERLIN, skizziert den Forderungskatalog der Bildungsgewerkschaft:  „Die vorausschauende Einstellungsoffensive durch den Berliner Senat begrüßen wir, nach derzeitigem Stand können alle durch die Schulen angeforderten Stellen besetzt werden. Das nimmt den Senat aber nicht aus der Pflicht, die Situation der angestellten Kolleginnen und Kollegen zu ver­bessern, damit sie auch dauerhaft in Berlin bleiben. Es bedarf tariflicher Regelun­gen zum Entgelt, zur Arbeitszeit, zur Gesundheits- und Altersvorsorge und weite­rer konkreter Ausgleiche.“

Seit dem 12. Januar finden die zentralen Auswahlgespräche für die Lehrereinstellungen zum neuen Schulhalbjahr statt. Die BewerberInnenlage ist knapp aber ausreichend. Bisher konnten dort 140 Stellen für die Fächer Englisch, Sport, Arbeitslehre, Mathe, Physik, Musik und Sonderpädagogik besetzt werden. Weitere Auswahlverfahren finden am heutigen Dienstag statt. Von den 350 Stellen werden 150 durch dezentrale Verfah­ren vergeben. Die GEW BERLIN schätzt ein, dass in diesen Einstellungsverfahren vie­les besser verlaufen ist, als in vergangenen Jahren. Hier haben die Bemühungen so­wohl der Senatsverwaltung als auch der Beschäftigtenvertretungen ihren Niederschlag gefunden.

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