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Nr. 36 / 2015 Erster Streik bei der Schwulenberatung Berlin gGmbH

18.11.2015

Die Beschäftigten der Schwulenberatung Berlin gGmbH haben gestern, am 17. November 2015, für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Sie kämpfen dafür, dass ihre Einkommens- und Arbeitsbedingungen tariflich geregelt werden. Knapp 30 der 110 Beschäftigten und ebenso viele Unterstützer*innen folgten dem Streikaufruf der GEW BERLIN und beteiligten sich an der Streikkundgebung. Anschließend zogen sie mit einer Demonstration zur Geschäftsstelle der Schwulenberatung.

Nach einem ersten Sondierungsgespräch zwischen GEW BERLIN und Arbeitgeber hatte der Geschäftsführer der Schwulenberatung mitgeteilt, dass er nicht in Tarifverhandlungen mit der GEW BERLIN treten wolle. Allerdings strebe er betriebsinterne Regelungen an, um Gehaltserhöhungen und andere Arbeitsbedingungen zu vereinbaren.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN: „Offenbar will der Geschäftsführer weiterhin einseitig die Gehaltshöhe bestimmen und diese nicht auf Augenhöhe zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften in Form eines Tarifvertrages vereinbaren. Auch scheint er nicht willens zu sein, die Finanzen des Trägers offen zu legen. Er behauptet lediglich, die Forderungen der GEW BERLIN nicht erfüllen zu können. Diese Verweigerungshaltung ist für die Beschäftigten nicht hinnehmbar. Deshalb haben die Kolleg*innen heute ihre Arbeit niedergelegt.“ 

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