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Nr. 14 / 2011Flickschusterei am Berliner Hochschulgesetz

13.05.2011

Die gestern beschlossenen Änderungen im Berliner Hochschulgesetz  zeigen nach Ansicht der GEW BERLIN, dass die rot-rote Koalition nicht in der Lage ist, sich auf grundlegende Reformen und eine umfassende Demokratisierung der Hochschulen zu einigen.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „An vielen Stellen des Gesetzes wurde notdürftig repariert. Zu einer grundlegenden Sanierung war Rot-Rot nicht in der Lage. Herausgekommen ist ein wackliger Kompromiss, der den Stresstest in der Praxis nicht bestehen wird. Darüber können auch einige Verbesserungen, wie beim Hochschulzugang beruflich Qualifizierter oder beim Teilzeitstudium nicht hinwegtäuschen.“

Die GEW BERLIN hält an ihrer Kritik an der Einführung der neuen Personalkategorien mit dem Schwerpunkt Lehre fest.

Sigrid Baumgardt: „Das ist ein reines Sparmodell, was zu Lasten der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehen wird. Die neuen Lehrdozenten decken dann den Lehranteil ab, den heute vier wissenschaftliche Mitarbeiter/innen erbringen. Damit wird die Lehre weiter entwertet. Die Professoren werden sich noch stärker in die prestigeträchtige und geldbringende Forschung zurück ziehen. Für die neuen Lehrenden droht die berufliche Sackgasse.“

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