GEW - Berlin
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Nr. 10 / 2011Fünf vor Zwölf: Hohe Teilnahme erwartet!

04.04.2011

Morgen werden zahlreiche Berliner Lehrkräfte um 11:55 Uhr ihre Arbeit niederlegen und an einer Protestveranstaltung während der Unterrichtszeit teilnehmen. Sie protestieren gegen die zunehmende Arbeitsbelastung, die viele Kolleginnen und Kollegen in die Krankheit und den vorzeitigen Ruhestand treibt, und fordern das, was die Lehrkräfte in allen anderen Bundesländern haben, nämlich eine Ermäßigung der Pflichtstundenzahl für ältere Lehrkräfte.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Die Signale aus den Schulen sind ermutigend. Die Kolleginnen und Kollegen haben es satt! Sie wehren sich dagegen, dass die vielen Reformen in der Berliner Schule auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Sie erleben seit Jahren in ihren Kollegien, dass kaum jemand das normale Pensionsalter erreicht. Sie haben mitbekommen, dass Offene Briefe, Unterschriftensammlungen, Resolutionen und ähnliche Hinweise auf ihre Situation beim Bildungssenator keinen Eindruck hinterlassen haben. Deshalb sagen sie am Dienstag: Es reicht!“

Die GEW BERLIN hat alle Lehrkräfte aufgefordert ihre Teilnahme den Schulleitungen rechtzeitig mitzuteilen; ebenso wurden die Eltern darüber informiert, dass an zahlreichen Schulen der Unterrichtsbetrieb erheblich beeinträchtigt sein wird.

Rose-Marie Seggelke: „Vor Berlin war Hamburg das letzte Bundesland ohne Altersermäßigung. Die Hamburger Kolleginnen und Kollegen haben sich die nach einem langen Anlauf und insgesamt drei Arbeitsniederlegungen erkämpft. Wir hoffen, dass Bildungssenator Zöllner am Dienstag endlich erkennt, dass er das Problem nicht weiter aussitzen kann.“