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Nr. 5/2020Ganztägiger Streik beim HVD Berlin-Brandenburg

11.03.2020

Rund 250 Beschäftigte des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg haben heute ganztägig ihre Arbeit niedergelegt. Mindestens acht Kitas mussten geschlossen bleiben. Die Streikenden trafen sich zur Kundgebung vor der Geschäftsstelle des HVD in der Wallstraße 61. Vorher fanden in den einzelnen Einrichtungen dezentrale Streikaktionen statt. Die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe sprach ein Grußwort und bekräftigte die Forderungen der GEW.

2017 haben wir unsere Forderung nach einen Zeitplan für die Angleichung der Entgelte an den TV-L aufgestellt. Nach fast zwei Jahren verhandeln legt der Arbeitgeber Vorschläge vor, die uns diesem Ziel nicht näher bringen. Ordentliche Entgelte und ein Tarifvertrag für den HVD, der allen Beschäftigten gerecht wird, werden wir nur gemeinsam durchsetzen“, erklärte der Verhandlungsführer der GEW BERLIN, Udo Mertens. Er verwies darauf, dass die GEW seit drei Jahren mit dem Humanistischen Verband verhandelt. „Ohne Streiks scheint sich beim HVD niemand zu bewegen“, stellte Mertens fest.

Die GEW BERLIN hat die Beschäftigten gemeinsam mit ver.di zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um die Wiederinkraftsetzung des TV HVD-BB zum 1. Januar 2020 ohne zeitliche Befristung durchzusetzen. Außerdem fordern die Gewerkschaften eine Erhöhung der tariflichen Tabellenentgeltbeträge für den HVD Berlin-Brandenburg rückwirkend zum 1. Januar 2020 um 6 Prozent und zeitnahe Verhandlungen, um die Struktur der Entgelttabellen des TV HVD-BB an die Struktur der Entgelttabellen des TV-L anzupassen und einen Stufenplan zur Angleichung der Tabellenentgeltbeträge für den HVD an die des TV-L zu vereinbaren.

Wir Beschäftigte haben kein Verständnis dafür, dass wir schlechter verdienen als unsere Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Wir haben schon viel zu lange zugesehen! Unsere Geduld ist jetzt am Ende “, erklärte Viola Jungheim, Erzieherin beim HVD. „Wir hoffen, dass dieser Warnstreik dem Arbeitgeber jetzt zeigt, wie ernst es uns ist.“

Ansprechpartner für Rückfragen: Udo Mertens, 0151-15134654

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