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Nr. 23 / 2014GEW begrüßt Einigung im Streit um Gerhart-Hauptmann-Schule

03.07.2014

Seit über einer Woche harren etwa 40 Geflüchtete und Sympathisant/-innen auf dem Dach der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg aus. Nachdem das Bezirksamt die polizeiliche Räumung der besetzten Schule beantragte, drohte die Lage zu eskalieren. Die GEW BERLIN begrüßt nun, dass Flüchtlinge und Bezirk endlich eine Einigung erzielt haben. Demnach entsteht in der ehemaligen Schule ein Flüchtlingszentrum während die Geflüchteten, die sich „roofugees“ nennen, in einem Teil des Gebäudes bleiben können.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Niemand begibt sich freiwillig in eine Situation, trotz Wind und Wetters auf einem Dach auszuharren. Das geht hin bis zur Drohung, sich vom Dach zu stürzen – ein deutliches Zeichen von Not. Wir nehmen die Situation der Geflüchteten ernst und erkennen an, dass sie begründet aus ihren Heimatländern geflohen sind. Sie haben unsere volle Solidarität. Die verfahrene Lage ist auch Ergebnis einer falschen Asylpolitik der Bundesregierungen in den letzten 20 Jahren. Wir kritisieren die Intransparenz um die Vorgänge in der Gerhart-Hauptmann-Schule der letzten Wochen. Wir fordern, dass in Zukunft die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen umfassend informiert wird. Es ist gut, dass die Situation jetzt scheinbar auf eine gewaltfreie Lösung zuläuft. Der Dialog mit den Betroffenen muss weiterhin friedlich geführt werden. Zusagen, die der Bezirk und der Senat gemacht haben, müssen eingehalten werden. Die Asylanträge der „roofugees“ werden in Berlin bearbeitet – der Senat ist nun in der Pflicht!“

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