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Nr. 24/2020GEW BERLIN fordert Sonderprogramm für Hybrid-Semester und Perspektiven für befristet Beschäftigte an den Hochschulen

02.09.2020

Die GEW BERLIN fordert ein Sonderprogramm des Landes zur Unterstützung der Hybrid-Lehre für zwei Jahre. „Senat und Hochschulen haben sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entschlossen, das Wintersemester 2020/21 als Hybrid-Semester durchzuführen. Diese Entscheidung erfordert eine größere Unterstützung der Lehrenden und Studierenden beim Übergang zu neuen Lehr- und Lernformaten“, betonte der Vorsitzende der GEW BERLIN, Tom Erdmann. Die GEW BERLIN hält zusätzliches Geld für die Hochschulen für dringend erforderlich, um diese bei der Umstellung auf kleinere Gruppen, beim Wechsel zwischen Präsenz- und Digitallehre und bei den Prüfungsformen durch zusätzliche studentische Beschäftigte und Lehrbeauftragte zu unterstützen.

In einem Brief an Staatssekretär Steffen Krach erinnerte der GEW-Landesvorsitzende außerdem an die Vereinbarung vom 3. April 2020 zur Verlängerung der Arbeitsverhältnisse des befristeten wissenschaftlichen Personals. „Die Sondersitzung des Forums Gute Arbeit in der Wissenschaft am 24. Juni hat deutliche Probleme bei der praktischen Umsetzung dieser Vereinbarungen ans Licht gebracht. Wir erwarten von der Senatskanzlei, dass sie für die Umsetzung der Vereinbarung sorgt.“ Die GEW BERLIN fordert von Senat und Hochschulen eine präzise Rechenschaftslegung über den Umgang mit den befristeten Verträgen.

Senat und Berliner Hochschulen hatten vereinbart: „Falls geplante wissenschaftliche Aufgaben (oder in Ausnahmefällen auch nicht-wissenschaftliche) im Sommersemester nicht wahrgenommen werden können, wird eine Verlängerung von befristeten Verträgen, die bis zum 31.12.2021 auslaufen, um 6 Monate angestrebt.“ Darüber hinaus wurde festgelegt, dass sich die Hochschulen um eine Verlängerung von Forschungsprojekten und weiteren Drittmittelvorhaben bemühen.

Gerade bei den befristet beschäftigten Eltern handelt es sich um junge Familien mit kleineren Kindern, die von der Schließung der Kindereinrichtungen und Schulen besonders betroffen waren. Die Verlängerungen der Verträge dieser Personen müssen unbedingt regelhaft erfolgen“, forderte Erdmann.