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Nr. 45 / 2013GEW BERLIN ruft angestellte Lehrkräfte erneut zu ganztägigen Streiks auf

10.09.2013

Der geschäftsführende Landesvorstand der GEW BERLIN hat die angestellten Lehrkräfte am Montagabend erneut zu ganztägigen Streiks am Dienstag, den 24. September 2013 und am Montag, den 21. Oktober 2013 aufgerufen.

Nach wie vor ist in die Tarifauseinandersetzung keine Bewegung gekommen. Finanzsenator Ulrich Nußbaum beharrt in seinem offenen Brief an die GEW BERLIN vom 28. August 2013 darauf, dass das Land Berlin für die geforderte tarifliche Regelung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte nicht zuständig sei. Er formuliert weiter, dass er sich schriftlich an den Vorstandsvorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn, gewandt hätte „um einen ersten Schritt für diese Verhandlungen auf der Ebene der TdL anzustoßen“.

Dieses Schreiben an die TdL hat er der GEW BERLIN bis jetzt nicht zur Kenntnis gegeben. In einem persönlichen Brief bot die GEW BERLIN am 03. September 2013 diesbezüglich ein informelles Gespräch an. Der Brief blieb bis heute unbeantwortet.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Am 21. und 22. August 2013 haben 3000 angestellte Lehrkräfte wiederholt sehr deutlich ihren Frust über die Senatspolitik von Herrn Nußbaum auf die Straße getragen. Er suggeriert der Öffentlichkeit, dass er unsere Forderung „für grundsätzlich nachvollziehbar halte“ und ist auf der anderen Seite überhaupt nicht willens auch nur informelle Gespräche mit uns zu führen. Diese Ignoranz von Senator Nußbaum ist für die Lehrkräfte unerträglich. So kann es keinen Schulfrieden geben. Wir werden unser Thema immer wieder auf die Straße tragen. Gute Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte sind Voraussetzung für gute Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler unserer Stadt.“

Die Tarifforderungen sind seit November 2012 unverändert:

  • Tarifliche Eingruppierungsregelungen für angestellte Lehrkräfte, durch welche auch die Einkommensunterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften beseitigt werden können. 
  • Tarifliche Regelungen zu alternsgerechten Arbeitsbedingungen, die eine Gesunderhaltung der Lehrkräfte bis ins Alter ermöglichen.

Die GEW BERLIN wird wieder bei Eltern und Schüler/-innen in Briefen um Solidarität werben.

Den Brief von Senator Nußbaum können Sie auf der Webseite der Senatsfinanzverwaltung abrufen.

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