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Nr. 38/2020GEW BERLIN ruft HVD-Beschäftigte zum ersten Online-Streik

16.11.2020

Die GEW BERLIN ruft die Beschäftigen beim Humanistischen Verband (HVD) Berlin-Brandenburg für den 18. November 2020 zum ganztägigen Warnstreik auf. Auf Grund der Corona-Pandemie hat sich die Tarifkommission der HVD-Beschäftigten dafür entschlossen, die Streikkundgebung erstmals online abzuhalten. Erst Ende September hatten über 300 Beschäftigte beim HVD für die Wiederinkraftsetzung des bisherigen Tarifvertrags gestreikt. 

„Der sonst so humane HVD betreibt eiskalt Tarifflucht und versucht sogar Verschlechterungen durchzusetzen, anstatt den Beschäftigten das zu bezahlen, was ihre Kolleg*innen im öffentlichen Dienst verdienen“, kritisierte der Verhandlungsführer der beteiligten Gewerkschaften GEW und ver.di, Udo Mertens. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten eine Entgelterhöhung rückwirkend zum 1. Januar 2020 um 6 Prozent, die Anpassung der Struktur der Entgelttabellen an die Struktur des Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und einen Stufenplan zur Angleichung der Gehälter an die im öffentlichen Dienst.

„Wir haben nach dem Streik den Arbeitgeber erneut angeschrieben und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Eine Antwort hält der HVD aber nicht für notwendig. Stattdessen versucht er weiter den Betriebsrat unter Druck zu setzen und die Belegschaft zu spalten. Ein weiterer Streik ist unvermeidbar um den Arbeitgeber wieder an den Tisch zu holen und den Tarifvertrag wieder in Kraft zu setzen“, erklärte GEW-Tarifvorstand Mertens. 

Der erneute Streik wird anders aussehen als gewohnt. Die Kundgebung wird am Mittwoch von 10 bis ca. 11:30 Uhr vor der Geschäftsstelle des HVD in der Wallstraße 61-65 ohne Streikende stattfinden. Diese sind jedoch über eine Videokonferenz hinzugeschaltet, die auf einer Großbildleinwand übertragen wird. Attraktive Bildaufnahmen sind so dennoch möglich.

Ansprechpartner: Udo Mertens: 0151-15134654