GEW - Berlin
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Nr. 03 / 2012GEW BERLIN weist auf erheblichen Einstellungsbedarf bei Erzieherinnen und Erziehern hin

19.01.2012

An den Berliner Grundschulen sind aktuell 150 Stellen mit Erzieher*innen nicht besetzt. Auch fehlen 24 Stellen für Erzieher*innen an den Integrierten Sekundarschulen und wei­tere 34 Stellen für Pädagogische Unterrichtshilfen an sonderpädagogischen Förderzen­tren. Diese Bedarfsberechnung liegt nunmehr vor.

Die Senatsbildungsverwaltung ist dringend gefordert die Stellenausschreibung auf den Weg zu bringen und die Einstellungen vorzubereiten. Nur so sind die Ganztagsangebo­te an den Grundschulen sicher zu stellen.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Schule ist viel mehr als nur Un­terricht und Lernen. Die sozialpädagogische Arbeit der Erzieher*innen an den Schulen ist eine unentbehrliche Säule der Berliner Schule. Eine bedarfsgerechte Ausstattung der Ganztagsschule mit Fachpersonal ist zwingend nötig, um den hohen Anforderungen im pädagogischen Alltag gerecht zu werden. Wir fordern die Senatsbildungsverwaltung auf, die Einstellung von Erzieher*innen nicht auf die lange Bank zu schieben, im Interesse unserer Kinder und der vielen Schulen, die dringend auf Personal warten."

In Berlin besteht ein großer Fachkräftebedarf an Erzieher*innen. Der Beruf ist längst ein Mangelberuf. Dieser Mangel an Fachpersonal verschärft sich auch durch Abwerbever­suche anderer Bundesländer. Die Einkommens- und Arbeitsbedingungen für Erziehe­r*innen sind zum Beispiel in Brandenburg vielfach besser.

Doeen Siebernik: „Genau wie bei Lehrkräften müssen die Angebote jetzt erfolgen. Wir erwarten, dass der TV-L vollständig in Anwendung gebracht wird und die Stellen tarifgetreu mit der Entgeltgruppe 8 ausgeschrieben werden."

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