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Nr. 16 / 2018Gewerkschaften machen Druck in den stockenden Tarifverhandlungen: Erneuter Warnstreik der studentischen Beschäftigten am 4. Mai

02.05.2018

Die Gewerkschaften GEW BERLIN und ver.di rufen die studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen für Freitag, den 4.5.2018 erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Die Gewerkschaften wollen damit ein Signal in den seit Wochen stockenden Tarifverhandlungen setzen.

Ver.di-Verhandlungsführer Matthias Neis: „Insbesondere bei der Anbindung an den TV-L sind wir noch weit von einer Einigung entfernt. Die Arbeitgeber weigern sich weiterhin, den studentischen Beschäftigten zuzugestehen, was für alle anderen Hochschulbeschäftigten selbstverständlich ist: Die Übertragung der Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes der Länder. Wir werden es nicht akzeptieren, dass die studentischen Beschäftigten weiter als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden!“

Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW BERLIN kritisiert: „Das Einstiegsangebot von 12,13 Euro Stundenlohn ab Abschluss eines neuen Tarifvertrages liegt noch unter dem, was die TU seit 1.1.2018 ihren studentischen Beschäftigten bereits einseitig zahlt. Die Hochschulen spielen offenbar auf Zeit. Wir bleiben gesprächsbereit, aber wir lassen uns nicht länger hinhalten.“

Der Warnstreik steht im Zeichen eines Aktionstages „TVöD/TV-L für alle! Schluss mit prekärer Arbeit!“ Daran beteiligen sich zahlreiche prekär tätige Beschäftigtengruppen im Verantwortungsbereich des Landes Berlin, die für den Anschluss an die tariflichen Standards des öffentlichen Dienstes kämpfen. Dazu gehören etwa die Vivantes Services GmbH, die Volkshochschuldozent*innen und die Musikschullehrer*innen.

Die studentischen Beschäftigten ziehen ab 14:30 Uhr vom Robert-Koch-Platz in einer Demonstration zum Brandenburger Tor, wo ab 16:00 Uhr eine gemeinsame Abschlusskundgebung aller beteiligten Gruppen stattfindet. Musikalisch begleitet wird das Event von Dota Kleingeldprinzessin.

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