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Nr. 34 / 2011Grundschulen müssen gestärkt werden

31.10.2011

Die GEW BERLIN fordert deutliche Verbesserungen für den Bereich der Grundschulen, nach­dem in der vergangenen Legislaturperiode der Schwerpunkt auf der Strukturreform beziehungs­weise den Integrierten Sekundarschulen lag.

Auch auf die Grundschulen sind in den vergangenen Jahren erheblich mehr Aufgaben zuge­kommen, ohne dass hier entsprechendes zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt wurde.

Insbesondere fordert die GEW BERLIN eine konsequente Doppelsteckung durch Lehrkräfte und ErzieherInnen im Bereich der Schulanfangsphase. Hier gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an der unzulänglichen Ausstattung, ein Grund dafür, dass Schulen sich von dem Modell abwenden.

Außerdem brauchen auch Grundschulen Funktionsstellen.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Es ist nicht einzusehen, warum aus­schließlich Grundschulen, außer der Schulleitung und  Konrektoren, überhaupt keine Funktionsstellen zur Erledigung der vielfältigen Aufgaben haben. Außerdem sind die Konrektoren immer noch mit nur 4 Stunden entlastet, trotz aller zusätzlichen Herausforde­rungen. Diese Zahl muss ebenfalls deutlich erhöht werden.“

Stärkung der Grundschule heißt auch Stärkung des längeren gemeinsamen Lernens. Der päd­agogischen und gesellschaftlichen Integrationsfunktion der 6-jährigen Grundschule steht der weitere Ausbau grundständiger Gymnasien entgegen.

Herausforderungen liegen auch im Bereich der individuellen Förderung. Sowohl für die Sprach­förderung als auch für den gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter SchülerIn­nen braucht die Grundschule mehr strukturelle Unterstützung. Bei der Sprachförderung müssen die Zuweisungen mindestens denen der Sekundarstufe entsprechen, die Zuweisung für Schüle­rInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf muss wieder mindestens 3,5 Stunden pro Kind betragen und verbindlich zugewiesen werden.

Sigrid Baumgardt: „Alle Reformen und Umsteuerungsprozesse im Bereich der Schule bedürfen zwingend mehr Glaubwürdigkeit. Das heißt mehr Personal für mehr Aufgaben an die Schulen und insbesondere keinen weiteren Abbau von Ressourcen. Dies trifft ins­besondere auf die individuelle Zuweisung für sonderpädagogischen Förderbedarf im Rahmen der Integration zu.“

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