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Nr. 40 / 2015Hohe Wahlbeteiligung bei der Wahl des Personalrats der Lehramtsanwärter*innen

07.12.2015

Bei den Wahlen zum Personalrat der Lehramtsanwärter*innen (PR LAA) war die Wahlbeteiligung mit 47 Prozent (Beamt*innen) und 66 Prozent (Arbeitnehmer*innen) trotz des doppelten Prüfungsdurchgangs beachtlich. Mit diesem starken Votum hat der Personalrat eine gefestigte Legitimation, die Interessen der Lehramtsanwärter*innen gegenüber der Senatsbildungsverwaltung zu vertreten. Das Ergebnis ist gleichzeitig ein Vertrauensbeweis der jungen Kolleginnen und Kollegen gegenüber der GEW BERLIN.

Dennis Daniel, Vorsitzender des Personalrats der LAA:

„Wir freuen uns, dass unser Engagement von den Lehramtsanwärter*innen so positiv aufgenommen wurde. Obwohl fast 1.000 Kolleg*innen Ende Januar das Referendariat beenden, war die Wahlbeteiligung recht hoch. Dies zeigt uns, dass ein großes Interesse an der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen besteht und Unterstützung durch den Personalrat notwendig und auch gewünscht ist. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen.“

Daniel wies auf zahlreiche Themen hin, die den neuen Personalrat bewegen werden:

„Vieles liegt noch im Argen. Im neuen Lehramt ISS/Gymnasium müssen die Lehramtsanwärter*innen spätestens ab dem zweiten Ausbildungshalbjahr auch in der Oberstufe unterrichten können. Die Anzahl der verpflichtenden Lehrproben bei den angehenden Grundschullehrkräften muss gesenkt werden. Wir brauchen kleinere Fachseminare und die Fachseminarleiter*innen müssen besser für diese Aufgabe qualifiziert werden. Sie dürfen nicht nur aus den Gymnasien rekrutiert werden. Nicht zuletzt müssen die Bedingungen im Teilzeit-Referendariat so verbessert werden, dass tatsächlich eine Entlastung eintritt und nicht lediglich eine Gehaltsreduzierung.“

Der Personalratsvorsitzende kündigte weiter an, die im Sommer 2015 durchgeführte Evaluation des Referendariats fortzusetzen und darauf zu drängen, dass die Senatsverwaltung die notwendigen Konsequenzen aus den Ergebnissen zieht.

Der Personalrat setzt sich zu 100 Prozent aus GEW-Mitgliedern zusammen. Zur Wahl standen 44 GEW-Mitglieder für die 13 Sitze der Gruppe der Beamt*innen und 4 GEW-Mitglieder für die 2 Sitze der Gruppe der Arbeitnehmer*innen im PR LAA.

Wahlberechtigte:

  • 2163 (Beamt*innen)
  • 100 (Arbeitnehmer*innen)

 

abgegebene Stimmen

  • 1009 (Beamt*innen)
  • 66 (Arbeitnehmer*innen)

 

Wahlbeteiligung

  • 46,65% (Beamt*innen)
  • 66,00% (Arbeitnehmer*innen)