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Nr. 12 / 2012Kein Lohndumping im Humanistischen Verband! - GEW BERLIN und ver.di rufen die Beschäftigten des HVD zu einer Kundgebung auf!

13.03.2012

 Der Humanistische Verband ist ein Arbeitgeber mit fast 1.000 Beschäftigten, die z.B. als Erzieher*innen in Kindertagesstätten, als Lebenskundelehrer*innen in den Berliner Schulen, als Krankenschwestern/ Pflegekräfte im Bereich Gesundheit und Soziales tätig sind. Er ist unter anderem Anbieter der JugendFeier, Träger verschiedener Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen und betreibt die Bundeszentralstelle Patientenverfügung.

Im Jahr 2010 hat die Geschäftsleitung des HVD den geltenden Tarifvertrag gekündigt. Seit diesem Zeitpunkt versuchen die Mitglieder der Gewerkschaften, ein neues Tarifrecht zu vereinbaren, das nicht unter dem Niveau des bisher geltenden Tarifvertrags liegt. Der Humanistische Verband hat zwar einen neuen Tarifvertrag angeboten, der keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West beinhaltet, aber unter dem Niveau der bisherigen „West-Regelungen“ liegt.

Der Verhandlungsführer der GEW BERLIN Holger Dehring macht deutlich: „Die Beschäftigten beim HVD sind gewillt, dafür zu sorgen, dass sich der HVD nicht zu einem Niedriglohnverband entwickelt. Es besteht keine Notwendigkeit, das Niveau abzusenken. Insbesondere die Refinanzierung für den Bereich der Kindertagesstätten ist über die Kostensätze des Berliner Kindertagesstättenförderungsgesetzes abgesichert.“

Die Beschäftigten fordern:

  •     Erhöhung des Jahreseinkommens um mindestens 3%
  •     Angleichung der „Ost“-Bezahlung an die „West“-Bezahlung und nicht umgekehrt
  •     Gewährung eines Kinderzuschlags je Kind von 100 €
  •     Gleichbehandlung der Pflegekräfte mit den Erzieher/innen
  •     keine Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich .

Die Kundgebung findet am 14. März 2012 um 16:00 Uhr vor der Geschäftsstelle des HVD in der Wallstraße 61 , 10179 Berlin-Mitte statt.