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Nr. 23 / 2011Keine Kürzungen in der Neuköllner Jugendhilfe

12.07.2011

Die GEW BERLIN fordert die Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln auf, die von Bürgermeister Buschkowsky und dem Bezirksamt Neukölln beschlossenen und bereits ausgesprochenen Kündigungen für 14 Schulstationen und 49 Träger und Projekte der Kinder- und Jugendhilfe zurückzunehmen und die gesperrten Mittel wieder freizugeben. Die BVV kommt am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen, um diese Fragen zu beschließen.

Aus Sicht der GEW BERLIN ist es unverantwortlich, auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen diese Kürzungen zu vollziehen. Gerade Neukölln braucht aufgrund der Sozialstruktur, der vielen in Armutsverhältnissen aufwachsenden Kinder präventive und unterstützende soziale Arbeit.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Fachlich ist der Schritt des Bezirksamtes nicht nachvollziehbar und kontraproduktiv, gerade im Bereich der präventiven Arbeit, Einrichtungen und Projekte dazu noch mittels Kündigung in den Ferien kaputt zu machen. Wer bei der Prävention spart, zahlt später mehr. Diese Erkenntnis ist so wahr wie alt. Gerade zu infam ist es, wenn Bürgermeister Buschkowsky eine Jugendhilfeleistung gegen die andere ausspielt und den schwarzen Peter den Hilfen zur Erziehung zuspielt. Letzten Endes wird wiederholt deutlich, dass es untragbar ist, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe von der jeweiligen Haushaltspolitik abhängig zu machen und gegeneinander auszuspielen. Die Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe müssen regelfinanziert, dauerhaft und solide im Haushalt abgesichert werden.“

Die GEW fordert die sofortige Rücknahme der zum 30. September ausgesprochenen Kündigungen, damit die Angebote für die Kinder und Jugendlichen erhalten bleiben, aber auch im Sinne der betroffenen Beschäftigten, die mit viel Enthusiasmus und Engagement diese notwendige Arbeit machen.

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