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Nr. 12 / 2014Kinderschutz braucht Kinderschützer

29.04.2014

Unter diesem Motto sind die Mitarbeiter/-innen der Regionalen Sozialpädagogischen Dienste (RSD) am Mittwoch, den 30.04.2014, (nach dem 13.12.2013) zu ihrer zweiten Demonstration vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft aufgerufen. Denn seit dem letzten Warnstreik im Dezember hat sich nichts verändert. Ihre Arbeitsanforderungen und die Arbeitsbelastungen sind weiter gestiegen – die Anzahl der Beschäftigen im RSD nicht! Diese schlechten Arbeitsbedingungen und hohen Arbeitsbelastungen machen krank und führen zu hoher Fluktuation in den RSD. Junge Kolleg/-innen verlassen nach relativ kurzer Zeit wieder das Arbeitsgebiet und berufserfahrene Kolleg/-innen werden zunehmend krank. Die verbleibenden Kolleg/-innen können die Arbeit nicht mehr schaffen.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Die Arbeitsanforderungen und die Zahl der betreuten Familien haben sich für die Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren verdoppelt – die Anzahl der Stellen für die Sozialarbeit im RSD blieb aber gleich! Schlechte Arbeitsbedingungen und die hohe Arbeitsbelastung machen die Kolleginnen und Kollegen krank. Das führt zu hoher Fluktuation und die verbleibenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können die Arbeit nicht mehr schaffen! Eine verlässliche und verantwortungsvolle Arbeit ist so nicht mehr möglich. Der Senat muss für die Jugendämter mehr Personal einstellen. Unsere Familien, Kinder und Jugendlichen dürfen nicht länger die Leidtragenden der Berliner Haushaltspolitik sein.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im RSD fordern deshalb:

• Fallzahlbegrenzung: 28 Familien auf eine Vollzeitstelle
• Stellenplanung mit Vertretungsreserve
• RSD-Stellen mit E 10 / A 11 eingruppieren

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