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Nr. 08 / 2015Mehr als 2.000 Pädagog*innen beteiligen sich beim Streikauftakt – Gewerkschaften kündigen weiteren Warnstreik an

03.03.2015

Am ersten Streiktag in der aktuellen Tarifauseinandersetzung um höhere Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben sich mehr als 2.000 Erzieher*innen und Lehrkräfte beteiligt.

Aufgerufen waren die Beschäftigten an Grundschulen, sonderpädagogischen Förderzentren, den zentral verwalteten und berufsbildenden Schulen, alle Lehrkräfte beim Pestalozzi-Fröbel-Haus und die Beschäftigten des LetteVereins sowie Schulhausmeister*innen und Schulsekretär*innen.

Die Streikenden führten vor ihren Schulen dezentrale Aktionen durch. Ab 10:30 Uhr versammelten sie sich auf dem Dorothea-Schlegel-Platz am Bahnhof Friedrichstraße vor der Geschäftsstelle der Arbeitgebervereinigung Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Heute haben wir, über 2.000 Pädagoginnen und Pädagogen, der TdL die erste gelbe Karte gezeigt. Die Wirtschaft schreibt Rekordgewinne, die Steuereinnahmen steigen, die öffentliche Hand schreibt schwarze Zahlen und für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist kein Geld da? Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir fordern 5,5 Prozent mehr, zumindest aber 175,00 Euro. Statt jedoch ein Angebot vorzulegen, wollen die Arbeitgeber Einschnitte in die Betriebsrente durchdrücken. Das werden wir nicht zulassen. Gemeinsam rufen daher die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ver.di, GEW, GdP und IG BAU alle Berliner Beschäftigten im Tarifvertrag der Länder zu einem erneuten ganztägigen Warnstreik am 11. März 2015 auf.“

Zeitgleich verhandelt die GEW mit der TdL über eine Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO), für die im Jahr 2013 die angestellten Lehrkräfte in Berlin an 17 Tagen gestreikt haben.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW BERLIN: „Seit dem Jahr 2006 wird die GEW auf Bundesebene beim Thema Eingruppierung hingehalten. Dass es jetzt Verhandlungen zwischen der TdL und der GEW gibt, ist den Streiks der Berliner Lehrkräfte zu verdanken. Es ist selbstverständlich, dass die Berliner Lehrkräfte dafür auch die Ernte einfahren wollen. Jetzt will die TdL ihre Bedingungen wieder allein diktieren, ohne irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Wir fordern eine Entgeltordnung, die Verbesserungen für alle enthält. Dabei darf es keine Verschlechterungen für die Berliner Kolleginnen und Kollegen geben. Einer Entgeltordnung, die diese Bedingungen nicht erfüllt, wird die GEW Berlin nicht zustimmen.“ 

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