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Nr. 05 / 2014Protest lohnt sich – Altersermäßigung für alle Lehrkräfte

31.01.2014

Mit dem nunmehr dritten Organisationsschreiben zur Planung des kommenden Schuljahres kündigt die Bildungssenatorin eine großzügigere Altersermäßigung an.

Die Altersermäßigung soll nun für alle Lehrerinnen und Lehrer an den Berliner Schulen gelten, die Unterricht erteilen – egal in welchem Umfang. Diese Änderung begrüßt die GEW BERLIN ausdrücklich, denn so können auch die Kolleginnen und Kollegen in den Genuss der Altersermäßigung kommen, die sich anderer Aufgaben annehmen und deshalb eine Unterrichtsermäßigung erfahren. Dieses zusätzliche Engagement wird nun auch anerkannt. Diese neue Entscheidung geht weit über die alten Bestimmungen hinaus.

Das ist ein Erfolg der Proteste und Interventionen der GEW BERLIN, der Kollegien, vieler Lehrkräfte und der in der GEW organisierten Schulleiterinnen und Schulleiter.

Die GEW BERLIN erwartet nun, dass jetzt auch die Pläne zur Anrechnung tarifvertraglicher Ansprü-che der lebensälteren angestellten Lehrkräfte auf Altersermäßigung ebenso aufgegeben werden.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Mit dieser Ankündigung hat Senatorin Scheeres tatsächlich viele Lehrkräfte positiv überrascht. Die Entkopplung von Unterrichtsverpflichtung und Gewährung von Altersermäßigung ist ein wichtiges Signal in die Berliner Schulen, denn so erfahren auch viele Kolleginnen und Kollegen eine Wertschätzung ihrer Arbeit, die sich auch über ihre Unterrichtsverpflichtung hinaus engagieren. Auch wird endlich die Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten bei der Altersermäßigung beseitigt. Die Altersermäßigung ist aber nur ein Baustein, um den Beruf der Lehrerin / des Lehrers in Berlin wieder attraktiver zu gestalten. Das Gesamtpaket zur Abwicklung der Arbeitszeitkonten und die Einführung der zusätzlichen Präsenztage am Ende der Sommerferien sind und bleiben eine deutliche Arbeitszeiterhöhung der Lehrkräfte in Berlin, vor allem für die Jüngeren. Die Kolleginnen und Kollegen werden weiterhin die berechtigten Forderungen nach guten und alternsgerechten Arbeitsbedingungen formulieren. Insbesondere fehlen Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf für die vielen jüngeren Lehrkräfte.“