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Nr. 26 / 2011Schulanfang - der Motor stottert

19.08.2011

Das Sorgentelefon der GEW BERLIN zum Schuljahresbeginn wurde von Eltern, SchülerInnen, PädagogInnen fleißig genutzt.

Sie zeigten die Bandbreite der Sorgen und Probleme:

Ein Schülersprecher beschrieb die unappetitlichen Zustände in den Toiletten seines Gymnasiums, ein Vater beschwerte sich über die fehlende Reinigung der Schule und den Aufruf an die Eltern in der ersten Schulwoche bei der Reinigung sowie Renovierung mitzuhelfen.

Ein Großteil der Eltern beschwerte sich über den Fachlehrermangel an den Schulen Ihrer Kinder.

Auch der ErzieherInnenmangel war in vielen Gesprächen Thema. Eine Mutter beschwerte sich, dass nur sieben der 14 ErzieherInnen an der Schule Ihres Kindes vor Ort sind.

Bei den steigenden Anmeldezahlen von SchulanfängerInnen, müssen an mehreren Grundschulen große Klasse eingerichtet - ein großes Problem für die jahrgangsübergreifende Schulanfangsphase. Es fehlt an Raumkapazitäten nach Schließung zahlreicher Einrichtungen vor allem im Ostteil der Stadt.

Die zustehenden Stunden für Sonderpädagogik an einer Lichtenberger Schule wurden nicht zugewiesen. So kann Integration nicht organisiert werden.

Dazu Hartmut Schurig, Vorsitzender der GEW BERLIN: „ Auch wenn der Senat in der Öffentlichkeit mit dem Durchschnittswert von 100% Ausstattung eine vollständige Versorgung der Schulen suggeriert, die Praxis im Einzelfall sieht anders aus. Es gibt Schulen, an denen bis zu fünf Lehrkräfte fehlen. Die Qualität von Unterricht und Erziehung bleibt zwangsweise auf der Strecke, wenn ständig mit Notlösungen Löcher gestopft werden müssen. Auch Umsetzungen und unqualifizierte Vertretungslehrkräfte sind keine Lösung.“

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