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Nr. 27/2021Schulöffnungen nur mit täglichen Tests

01.06.2021

Die GEW BERLIN nimmt die Entscheidung des Senats zur Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht in voller Klassenstärke zur Kenntnis. Der Gesundheitsschutz aller Beteiligten in der Schule darf jedoch auch bei sinkenden Infektionszahlen nicht aus dem Blick verloren werden.

Wenn der Senat die Schulen wieder in voller Klassenstärke öffnet, darf er dies nicht ohne eine verbindliche tägliche Testung aller Schüler*innen durch zusätzliches Personal machen. „Zwei Tests die Woche reichen nicht. Auch in allen anderen Gesellschaftsbereichen sind Öffnungen nur mit tagesaktuellen Tests möglich. Dies muss auch für die Schulen gelten“, erklärte der Vorsitzende der GEW BERLIN, Tom Erdmann.

Auch die Bedingungen, unter den die Testungen an Schulen durchgeführt werden sollen, müssen in den Blick genommen werden. „An jeder Ecke öffnet derzeit ein Testzentrum. Dort wird eine Person einzeln mit Abstand und Sicherheitskleidung von geschultem Personal getestet. Nur an den Schulen müssen sich Kinder und Lehrkräfte dicht gedrängt in geschlossenen Räumen selbst testen, und das bald mit bis zu 30 Personen. Wenn die Schulen wieder komplett voll sind, geht dies nur mit Teststraßen außerhalb des Schulgebäudes“.

Auf Grund des fehlenden Impfschutzes der Lehrkräfte und Schüler*innen befürwortet die GEW BERLIN zumindest an weiterführenden Schulen weiterhin die Beibehaltung der halben Gruppen im Wechselunterricht. Die Möglichkeit für die Schulen, mit ganzen Lerngruppen Ausflüge im Freien zu unternehmen, ist der richtige Weg, um die letzten drei Schulwochen sinnvoll zu gestalten. „Wenn Unterricht in vollen Klassen stattfindet, dann bitte im Freien, möglichst infektionssicher“, forderte Erdmann. Ein kostenfreier Zugang für Schüler*innen zu Schwimmbädern oder dem Tierpark wäre hier Grundvoraussetzung.

Erdmann betonte: „Der Regelbetrieb nach Stundentafel mit vollen Klassen ist nicht das, was Kinder und Jugendliche jetzt brauchen. Es muss jetzt das klare Signal geben, dass die Rückkehr der Kinder und Jugendlichen in den pädagogischen Alltag im Vordergrund steht - gemeinsam, aber sicher.“