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Nr. 57 / 2018Starker Rückhalt für den Personalrat der Lehramtsanwärter*innen

10.12.2018

Die Interessenvertretung der angehenden Lehrer*innen in Berlin geht mit einem starken Vertrauensbeweis aus den diesjährigen Personalratswahlen. Die Wahlbeteiligung war erneut sehr hoch: Im Bereich der Beamten*innen haben 53,7 Prozent der Referendar*innen abgestimmt, bei den Arbeitnehmer*innen waren es 57,4 Prozent.

Die Vorsitzende des Personalrats der Lehramtsanwärter*innen, Nicole Lorenz-Scharfenberg, freute sich über die hohe Wahlbeteiligung und das damit entgegengebrachte Vertrauen in die Arbeit des Personalrats. „Das zeigt uns, dass es ein großes Interesse an der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen gibt und die Unterstützung des Personalrats von unseren Mitreferendar*innen geschätzt wird“, sagte Lorenz-Scharfenberg.

Die Mitglieder des Personalrats leisten diese Arbeit ehrenamtlich neben ihrem Lehramtsreferendariat. Dazu gehören unter anderem die individuelle Beratung der Kolleg*innen, die Begleitung bei Prüfungen und die Vermittlung bei Konflikten und Problemen in den Seminaren oder Schulen.

Nicole Lorenz-Scharfenberg wies darauf hin, dass der Beratungsbedarf im letzten Jahr erneut zugenommen hat. „Wir stellen fest, dass die Lehramtsanwärter*innen immer öfter um ihre Rechte kämpfen müssen. Vor allem empfinden sie die Beurteilungen durch ihre Ausbilder*innen häufig als intransparent und ungerecht. Auf die besonderen Belange von Lehramtsanwärter*innen mit Kindern wird in der Ausbildung nach wie vor zu wenig eingegangen. Wir fordern deshalb die Senatsverwaltung auf, die Seminarleiterinnen und Seminarleiter deutlich besser und kontinuierlicher für ihre Tätigkeit zu qualifizieren und die Ausbildung regelmäßig zu evaluieren.“

Hintergrund:
Der Personalrat der Lehramtsanwärter*innen vertritt die Interessen der angehenden Lehrer*innen im regulären Referendariat. Aktuell sind das etwa 1.700. Er wird jährlich im Herbst neu gewählt. Zur Wahl standen 45 Kandidat*innen für die 11 Sitze in der Gruppe der Beamt*innen und 4 Kandidat*innen für die 2 Sitze in der Gruppe der Arbeitnehmer*innen. Alle Kandidat*innen sind Mitglieder in der GEW BERLIN, die entsprechende Wahlvorschläge aufgestellt hatte. 

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